Erneut meldet sich Marius Müller-Westernhagen (69) in der Echo-Debatte zu Wort. Vor einigen Tagen hatte der Rocker alle sieben Preise zurückgegeben, die er im Laufe seiner erfolgreichen Karriere gewonnen hatte. Der Grund: Er konnte es nicht hinnehmen, dass Kollegah (33) und Farid Bang (31) trotz höchst umstrittener Songtexte mit dem gleichen Award ausgezeichnet wurden. Weil die Rapper in einem Lied mit antisemitisch anmutenden Zeilen provoziert hatten, empfiehlt der Sänger ihnen nun, sich besonders anschaulich mit deutscher Geschichte zu beschäftigen.

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung legte der 69-Jährige seinen jüngeren Showbiz-Kollegen den Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte im Nachbarland Polen nahe. "Für Farid Bang und Kollegah wäre es vielleicht auch mal gut, wenn man sie durch das Lager Auschwitz-Birkenau führen würde", sagte Müller-Westernhagen. Ausschlaggebend für diese Idee dürfte ein Text des Rapduos sein, in dem es heißt "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen".

Dem Sänger sei es wichtig, ein Thema anzusprechen, dass nicht nur Farid und Kollegah im Speziellen betrifft: Er sieht dringenden Gesprächsbedarf zur Verrohung der Gesellschaft. "Es geht hier übrigens auch nicht um zwei Rapperjungs, die was Blödes gesagt haben und nun zu Recht einen auf den Deckel kriegen. Das Problem ist tiefergehend", sagte der "Freiheit"-Interpret. Er gab zu bedenken, dass es immer weniger Menschen gebe, die über die Folgen ihres Internet-Verhaltens nachdenken.

Farid Bang und Kollegah beim Echo 2018Andreas Rentz/Getty Image
Farid Bang und Kollegah beim Echo 2018
Marius Müller-Westernhagen, deutsche RockikoneGetty Images
Marius Müller-Westernhagen, deutsche Rockikone
Kollegah und Farid Bang beim ECHOAndreas Rentz / Staff
Kollegah und Farid Bang beim ECHO


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