Diese Debatte schlägt immer höhere Wellen: Am Wochenende erklärte Mesut Özil (29) seinen Rücktritt als Nationalspieler und begründete diesen Schritt mit einem Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit. Nach einem Foto zusammen mit dem türkischen Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan (64) vor knapp zwei Monaten war dem Sportler vorgeworfen worden, sich für den Wahlkampf des umstrittenen Präsidenten missbrauchen zu lassen. Seine dreiteilige Rücktrittserklärung auf Instagram, in der er vor allem den DFB und die Medien scharf kritisiert hatte, löste eine große Debatte aus. Nun meldete sich auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan selbst zu Wort. Erdogan will mit Mesut Özil telefoniert haben – und lobte den 29-Jährigen für seine Entscheidung!

Laut Bild habe der 64-Jährige Mesut nach eigener Aussage höchstpersönlich angerufen. Worüber er mit dem Weltmeister von 2014 gesprochen haben will, verriet Erdogan nun in Ankara: "Seine Haltung ist national und patriotisch. Ich küsse seine Augen", zitierte die Zeitung den türkischen Präsidenten. Darüber hinaus habe er den gebürtigen Gelsenkirchener mit blumigen Worten gelobt. Zu Journalisten im türkischen Parlament soll er laut dem TV-Sender TRT Haber gesagt haben: "Ich stehe hinter Mesut aufgrund seiner Äußerungen." Die Deutschen "können sich nicht mit unserem gemeinsamen Foto abfinden".

In einem langen Social-Media-Beitrag, den Mesut unter anderem auf Instagram veröffentlicht hatte, erklärte der Ex-Weltmeister, warum er sein National-Trikot an den Nagel hängt: "Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre." Er habe das Gefühl, dass seine türkischen Wurzeln nicht respektiert würden.

Mesut Özil beim Premier-League-Spiel Arsenal gegen Everton am 3. Februar 2018Michael Regan / Getty Images
Mesut Özil beim Premier-League-Spiel Arsenal gegen Everton am 3. Februar 2018
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der TürkeiGetty Images / o.A.
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei
Mesut Özil in der Veltins Arena in GelsenkirchenPatrik Stollarz/AFP/Getty Images
Mesut Özil in der Veltins Arena in Gelsenkirchen


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