Musste Fritz von Weizsäcker etwa für die Taten seines Vaters büßen? Der Sohn des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (✝94) wurde am Dienstagabend auf brutale Art und Weise ermordet: Der Chefarzt für Inneren Medizin hielt gerade einen Vortrag in der Charlottenburger Schlosspark-Klinik, als plötzlich ein Mann auf die Bühne stürmte und ihn erstach. Ein Tatverdächtiger wurde bereits festgenommen – nun dringen erste Details und Überlegungen zum möglichen Motiv des Täters durch.

Wie Bild nun bekannt gab, wollte sich der mutmaßliche Täter nach eigenen Angaben eigentlich an dem Vater des 59-Jährigen rächen – doch da der Politiker seit 2015 tot ist, traf es nun stellvertretend seinen Sohn. Anlass für den Racheakt könnte demnach die Arbeit von Richard von Weizsäcker als Geschäftsführer beim Chemiekonzern Boehringer Ingelheim sein. Dort soll dieser in den 60er-Jahren den US-Konzern Dow Chemical mit einer Chemikalie beliefert haben, die als Bestandteil eines Entlaubungsmittels im Vietnamkrieg als Waffe eingesetzt worden war. Das einstige CDU-Mitglied hatte damals jedoch immer abgestritten, von diesem Deal gewusst zu haben.

Der mutmaßliche Mörder gab in der Vernehmung an, sich mit dem vietnamesischen Volk sehr verbunden zu fühlen. Nach ersten Einschätzungen soll der 57-Jährige psychisch krank sein und am Dienstag im Wahn gehandelt haben. Es wurde eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik für ihn beantragt.

Richard von Weizsäcker 2008Getty Images
Richard von Weizsäcker 2008
Schlosspark-Klinik nach dem Mord an Fritz von WeizsäckerKeuenhof, Rainer
Schlosspark-Klinik nach dem Mord an Fritz von Weizsäcker
Richard von Weizsäcker 2015Getty Images
Richard von Weizsäcker 2015


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