Hat man in Realityshows, in denen die Zuschauer am längeren Hebel sitzen, nur noch eine Chance auf den Sieg, wenn man die größte Reichweite hat? Diese Meinung vertritt jedenfalls die spitzeste Zunge Deutschlands, Désirée Nick (64)! Die einstige Buschthron-Inhaberin beäugt aktuell wie viele andere die Dschungelshow ganz genau. Doch so richtig begeistert ist sie von dem Konzept der Camp-Tauglichkeitsprüfung nicht. Mit Promiflash plaudert Désirée nun darüber, warum Votingshows längst nicht mehr das sind, was sie mal waren!

Für Désirée kommt die Ersatzshow einem öffentlichen Casting für den echten Dschungel gleich: "Wie Autoscooter im Vergleich zum echten Führerschein. Wer bei der Auswahl alle Prüfungen perfekt meistert, kann natürlich trotzdem der größte Langweiler sein", stellte sie im Promiflash-Interview klar. Inzwischen habe man in solchen Formaten als etabliertes Show-Urgestein allerdings kaum noch eine Chance, denn: "Alle Votingshows sind neuerdings unfair, weil es langweilige No-Names gibt, die aber mit 300.000 Followern aus zwei Formaten gegen wirklich spannende alte Hasen antreten, die zwar auf eine große Karriere zurückblicken, aber noch nicht einmal einen Social-Media-Account besitzen", erklärte die Kabarettistin.

Bei so einer Ausgangslage könne man schon lange nicht mehr von Fairness reden, ist sich Désirée außerdem sicher. "Fair waren seinerzeit die analogen Anrufe, gleiche Chance für alle, als ich Dschungelqueen wurde. Da haben zwölf Millionen Menschen zum Telefon gegriffen und für alle galt dieselbe Startlinie", machte sie deutlich. Und tatsächlich scheinen die aktuellen Entwicklungen in der Dschungelshow die Aussagen der 64-Jährigen nur zu bestätigen. In den beiden ersten Gruppen musste jeweils der Buschanwärter die Sendung verlassen, der auch online die wenigsten Supporter hatte. Frank Fussbroich (52) stank mit seinen 15.100 Instagram-Followern gegen Zoe Saips 111.000 und Mike Heiters (28) 324.000 Fans ab. Bea Fiedler (63) wurde erst zum Show-Einzug ein Profil erstellt, auf dem sie nun rund 1000 Fans hat. Lars Tönsfeuerborn (30) mit 63.800 und Lydia Kelovitz mit 44.900 Followern hatten da einmal mehr einen klaren Vorteil.

Aber zeichnete sich dieses Phänomen auch schon in den vorherigen Staffeln des regulären Dschungelcamps ab? Promiflash wirft einen Blick auf die vergangenen Jahre im australischen Busch zurück. Tatsächlich konnten sich seit dem großen Instagram-Boom im Laufe des Jahres 2015 tatsächlich fast ausschließlich junge, Social-Media-affine Stars die Krone sichern. 2016 gewann DSDS-Dauerkandidat Menderes (36), 2017 Sarah Connor-Ex Marc Terenzi (42), 2018 Katzenberger-Schwester Jenny Frankhauser (28), 2019 TV-Nudel Evelyn Burdecki (32) und 2020 DSDS-Sieger Prince Damien (30). Gestandenere Gewinner der Vorjahre wie Schmusesänger Costa Cordalis (✝75), Schauspielerin Ingrid van Bergen (89) oder auch Fotomodell Maren Gilzer (60) hätten es heute sicher nicht mehr so leicht auf den Thron geschafft.

Alle Infos zu "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow" auf TVNOW.de

Désirée Nick im Januar 2021
Instagram / nickdesiree
Désirée Nick im Januar 2021
Zoe Saip, Frank Fussbroich und Mike Heiter, "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow"-Kandidaten
TVNOW / Stefan Gregorowius
Zoe Saip, Frank Fussbroich und Mike Heiter, "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow"-Kandidaten
Lydia Kelovitz, Lars Tönsfeuerborn und Bea Fiedler bei der Dschungelshow 2021
TVNOW / Stefan Gregorowius
Lydia Kelovitz, Lars Tönsfeuerborn und Bea Fiedler bei der Dschungelshow 2021
Evelyn Burdecki, Dschungelkönigin 2019
TVNOW / Stefan Menne
Evelyn Burdecki, Dschungelkönigin 2019
Was glaubt ihr: Ist eine große Followerschaft auf Social Media nötig, um im Zuschauervoting ganz oben mitzuspielen?809 Stimmen
685
Ich glaube schon. Je mehr Follower die Kandidaten haben, desto etablierter sind sie auch schon beim Zuschauer.
124
Ganz im Gegenteil: In solchen Sendungen geht es doch mehr um den Charakter der Person als die Reichweite im Netz.


Tipps für Promiflash? Einfach E-Mail an: tipps@promiflash.de