Bill Kaulitz (31) spricht über die Folgen des Ruhms. 2005 gelang Tokio Hotel mit dem Song "Durch den Monsun" der große Durchbruch. Die vier Jungs wurden von Fans auf der ganzen Welt gefeiert, landeten einen Hit nach dem anderen. Für Bill und seinen Zwillingsbruder Tom (31) wurde der Trubel irgendwann zu groß – sie flüchteten in die USA. Nun verriet Bill, wie sehr der Hype seine Psyche belastet hat.

Im Spiegel-Interview erinnerte der Sänger sich an den damaligen Fankult zurück. "Das war teilweise Terror. Es gab krasse Belagerungen, Stalking-Attacken gegen unsere Familien, unsere Mutter wurde bespuckt und getreten, Vermummte lauerten uns auf, Leute fassten uns ins Gesicht", zählte er auf. Irgendwann habe Bill sich nicht einmal mehr zum Gassigehen vor die Tür getraut. "Wenn ich allein im Auto saß, ohne Bodyguard, bekam ich Todesangst. [...] Ich war ein zwischenmenschlicher Sozialfall", ging der "White Lines"-Interpret hart mit sich ins Gericht.

Trotzdem nahm Bill damals weiterhin berufliche Termine wahr, zum Beispiel ein Treffen mit Wolfgang Joop (76) in Paris. Wenn der 31-Jährige heute Fotos von diesem Tag sieht, kann er nur mit dem Kopf schütteln. "Alles war too much, und ich selbst war stocksteif und unsouverän. Da war null Selbstbewusstsein." Er sei damals durch den Hype extrem unsicher geworden und "wollte nur noch eine Hülle sein", erklärte er.

Die Band Tokio Hotel
MG RTL D / Universal Music
Die Band Tokio Hotel
Georg Listing, Bill Kaulitz, Tom Kaulitz, Gustav Schäfer 2017
Christoph Hardt / Future Image
Georg Listing, Bill Kaulitz, Tom Kaulitz, Gustav Schäfer 2017
Bill Kaulitz, 2007
Getty Images
Bill Kaulitz, 2007
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