"Harry Potter"-Regisseur Chris Columbus kritisiert Serie
Chris Columbus (66), der die ersten beiden Filme der Harry Potter-Reihe inszenierte, hat sich in einem Interview zu der kommenden HBO-Serie geäußert. Im Podcast "The Rest is Entertainment" sprach er über Bilder, die er von den Dreharbeiten gesehen hat. Besonders die Aufnahmen von Nick Frost (53) im Kostüm des Hagrid überraschten ihn: "Er trägt das exakt gleiche Kostüm wie das, das wir für Hagrid entworfen haben. Ein Teil von mir hat sich gefragt: 'Wo ist da der Sinn?'" Er habe erwartet, dass die Serie mehr Veränderungen bringen würde, sieht jedoch viele Ähnlichkeiten zur Filmreihe.
Dennoch zeigte sich der Regisseur nicht gänzlich enttäuscht und ließ durchblicken, dass er das als eine Art Wertschätzung für seine Arbeit deuten könne. "Es ist sehr schmeichelhaft für mich, weil es eben exakt das Hagrid-Kostüm ist, das wir entworfen haben", erklärte er. Gleichzeitig empfindet der Filmemacher die Bilder als eine Art Déjà-vu – eine gewisse Nostalgie mischt sich also mit seiner Kritik. Hinzu kommt, dass die Serie bei ihm eher neutral betrachtet wird: Chris betonte, dass er dem Projekt wohlgesonnen sei, aber selbst kein Teil davon sein wolle. Die Umsetzung beobachte er mit Spannung.
J.K. Rowling (60), die Autorin der "Harry Potter"-Bücher, zeigte sich dagegen hellauf begeistert von der neuen Serie. Auf X schwärmte sie bereits vor zwei Monaten von den Drehbüchern der ersten Folgen: "So, so, so gut!" schrieb die Schriftstellerin. Mit dieser Aussage sorgte sie bei vielen Fans für große Erwartungen. Obwohl sie nach eigener Aussage nicht direkt an den Drehbüchern mitschreibe, sei sie eng in den kreativen Prozess eingebunden gewesen.