Heinos "Deutschland-Schokolade" erlebt durchwachsenen Start
Schlager-Urgestein Heino (86) möchte nicht nur die Charts erobern, sondern auch das Süßwarenregal: In Köln präsentierte der Sänger am Donnerstag seine sogenannte "Deutschland-Schokolade", eine Tafel in Schwarz-Rot-Gold, bestehend aus Zartbitter-, Amber- und weißer Schokolade mit Fruchtpulver. Hergestellt wird die Süßigkeit von Wagner Pralinen in Brunsbüttel, wo Heino sich persönlich von der Qualität überzeugte. Doch der Markt scheint kaum bereit für so viel Patriotismus, mag er auch noch so süß sein: Während zwar mehrere kleinere Händler angebissen haben, hagelte es Absagen von Einzelhandelsriesen wie Rewe und Edeka.
Heino, der die Schokolade gemeinsam mit seinem Manager Helmut Werner (41) ins Leben rief, zeigte sich überrascht über die Reaktionen. Er versteht nicht, warum ein simples Süßwarenprodukt so kritisch betrachtet werde. "Ich finde es erstaunlich, dass allein das Wort Deutschland Nervosität auslöst", kritisierte er gegenüber Bild. Der gut verdienende Sänger ist jedoch überzeugt: "Made in Germany" stehe für Qualität. Er sieht die Schokolade nicht nur als besondere Leckerei für den Eigenbedarf, sondern auch als ein originelles Mitbringsel für das Ausland.
Der Ausflug in den Lebensmittelsektor ist für Heino nicht das erste Abenteuer dieser Art. Bereits in den 1990er-Jahren brachte er erfolgreich Produkte wie "Heino-Kaiserschmarrn" auf den Markt und ergatterte sogar den "Goldenen Schneebesen" für seine Lebensmittelinnovationen. Von seinen neuen Plänen ist der Musiker überzeugt und lobt die hochwertige Verarbeitung seines neuesten Projekts. "Man schmeckt die Qualität und Liebe zum Produkt heraus", schwärmte er. Ob sich die "Deutschland-Schokolade" langfristig durchsetzt, bleibt also spannend.