

Erste UK-"Wer wird Millionär?"-Siegerin rührte Geld nicht an
Vor 25 Jahren, am 20. November 2000, schrieb Judith Keppel Geschichte, als sie als erste Britin den Hauptgewinn bei "Who Wants to Be a Millionaire?" einstrich. Die entscheidende Frage lautete: "Welcher König war mit Eleonore von Aquitanien verheiratet?", wie das Online-Portal Filmstarts berichtet. Dank ihres Besuchs am Grab der Herzogin wenige Zeit zuvor wusste sie sicher, dass Heinrich II. die richtige Antwort war. Im Publikum staunte ihre Tochter ungläubig, als Judith sich mit dieser Antwort die Million Pfund sicherte.
Mit ihrem Gewinn ging die damalige Quizshow-Siegerin denkbar bescheiden um. Lediglich einen Urlaub in Indien zusammen mit ihrer Tochter und die Spende eines Jeeps an eine Tierschutzorganisation leistete sich Judith von ihrer Gewinnsumme. Den Rest vertraute sie einem Finanzberater an, der diese klug verwaltete. Heute ist die Million dank geschickter Investitionen auf das Doppelte angewachsen – eine Seltenheit in einer Zeit, in der große Gewinne oft schnell verblassen. Judith blieb nach ihrem historischen Sieg eine bekannte Persönlichkeit im britischen Fernsehen und war über Jahre hinweg als Teilnehmerin der Quizsendung "Eggheads" zu sehen, bevor sie sich schließlich aus der Öffentlichkeit zurückzog.
Einen ganz anderen Weg nahm das Schicksal von Marlene Grabherr, der ersten Frau, die bei Wer wird Millionär? in Deutschland eine Million gewann. Die ehemalige Hausfrau geriet nach ihrem plötzlichen Reichtum immer mehr in Schwierigkeiten. "Mir ist endgültig nichts mehr geblieben. Nur noch das Häuschen, das wir gekauft haben. Wir müssen sehen, wie wir über die Runden kommen", gestand Marlene einst im Gespräch mit Bild. Viele der großzügig verliehenen Beträge an Freunde und Familie bekam sie nie zurück, und am Ende blieb von der Million kaum etwas übrig.





