Tom Cruise zweifelte an Regisseur und verpasste Kultfilm
Vor 30 Jahren bot sich Tom Cruise (63) die Gelegenheit, eine zentrale Rolle in einem Film zu übernehmen, der später als einer der besten aller Zeiten gelten sollte: "Die Verurteilten". Der Schauspieler entschied, das Angebot auszuschlagen. Grund für seine Absage war laut Slashfilm das fehlende Vertrauen in Regisseur Frank Darabont (66), der zu diesem Zeitpunkt noch keine Erfahrung mit der Regie eines Spielfilms hatte. Der Film basiert auf einem Stephen-King-Roman und erzählt die bewegende Geschichte des Bankmanagers Andy Dufresne, der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird und im Gefängnis eine ungewöhnliche Freundschaft zu Ellis "Red" Redding, gespielt von Morgan Freeman (88), aufbaut.
Ursprünglich wollte der erfahrene Regisseur Rob Reiner (78) das Drehbuch des Films umsetzen. Doch Frank, der auch das Drehbuch geschrieben hatte, bestand darauf, selbst Regie zu führen. Tom, der zuvor mit Rob bei "Eine Frage der Ehre" zusammengearbeitet hatte, zeigte zwar Interesse an der Hauptrolle, hatte jedoch Bedenken hinsichtlich der fehlenden Erfahrung des Regieneulings. Der Regisseur zeigte dafür rückblickend Verständnis. "Ich glaube, er war etwas nervös, weil er zum ersten Mal mit einem unerfahrenen Regisseur zusammenarbeiten sollte", erklärte Frank später. Statt Tom wurde schließlich Tim Robbins (67) für die Rolle des Andy Dufresne besetzt. Der Film entwickelte sich zu einem Kultklassiker.
Dreht man die Zeit zurück, könnte man von einer verpassten Chance sprechen. Doch diese Entscheidung schadete der Karriere von Cruise keineswegs. Mit ikonischen Rollen in Blockbustern wie Top Gun, Mission: Impossible und "Jerry Maguire" prägte er Hollywood nachhaltig – und erhielt inzwischen sogar einen Ehren-Oscar. Am Set gilt Tom als Perfektionist, der Großprojekte gern mitproduziert und Stunts selbst übernimmt. Privat ist der Schauspieler zurückhaltend, zeigt sich abseits der Leinwand selten und tritt in der Öffentlichkeit meist nur zu Premieren oder Fan-Events auf. Seine drei Kinder hält er weitgehend aus dem Rampenlicht heraus. Toms Zurückhaltung im Privatleben bildet einen deutlichen Kontrast zu der maximalen Sichtbarkeit seiner Kinofiguren.








