Brigitte Bardot (†91) prägt Mode der Royal-Ladies bis heute

Brigitte Bardot (†91) prägt Mode der Royal-Ladies bis heute

- Helena Neukam
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Brigitte Bardot (†91) ist gestorben, doch ihr Stil bleibt auf Schritt und Tritt lebendig. Die Schauspielerin starb Ende Dezember im Alter von 91 Jahren in Frankreich, wie am Sonntag bekannt wurde. Was sie hinterlässt, ist mehr als Filmgeschichte: Es ist ein Look, der Royals in ganz Europa bis heute inspiriert. Ob in London, Den Haag, Stockholm oder Monaco – die Garderoben der Paläste zeigen den Geist von Saint-Tropez. Prinzessin Kate (43) greift zu maritimen Streifen, Königin Máxima (54) liebt Capri-Hosen und Taillenschleifen, Fürstin Charlène (47) setzt auf Cat-Eye-Sonnenbrillen. Und immer schwingt mit, wofür Brigitte Bardot stand: Leichtigkeit, Eleganz, Freiheit.

In den 1950er- und 1960er-Jahren prägte Brigitte eine Ära, in der Mode zum Lebensgefühl wurde. Sie machte Bikinis salonfähig, brachte Vichy-Karos und Schleifen zurück auf die Straßen und schrieb den "Riviera-Look" aus Marineblau, Strohhut und Tuniken in die Modegeschichte. Aus dem einst verschlafenen Saint-Tropez wurde durch ihre Präsenz eine Bühne des Jetsets – sonnendurchflutet, unangestrengt, ikonisch. Bis heute lassen sich royale Auftritte daran ablesen: Kate im Ringelshirt, Sofia in schwingenden Sommerkleidern mit breitem Taillengürtel, Máxima mit betonten Silhouetten und Schleifendetail, Charlène mit der markanten Brille, die wie ein Nicken an die Leinwandlegende wirkt. Brigittes Codes sind zeitlos und sie beweisen ihre Kraft in jedem Sommeralbum der Königshäuser.

Abseits des Laufstegs verband Brigitte ihre Karriere früh mit einem Ort und einem Lebensrhythmus: Saint-Tropez wurde ihr Zuhause, ein Rückzugsort mit Meerblick, an dem sie Sommer um Sommer verbrachte. Dort, zwischen Fischerhafen und Felsenbuchten, entstand der Mythos der unbeschwerten Ikone, die barfuß an der Promenade spaziert und die Haare im Wind tanzen lässt. Ihre Leinwandrollen machten sie weltberühmt, doch es war die persönliche Aura, die bis heute nachhallt: der unprätentiöse Charme, die Vorliebe für einfache Stücke, die sie mit einer Geste glamourös machte, und dieses Gefühl von Nähe, das selbst in großen Momenten nicht verschwand. Wer heute das Band im Haar bindet oder zum Ringelshirt greift, erinnert unweigerlich an eine Frau, die Stil nie als Rüstung, sondern als Ausdruck des eigenen Lebens empfand.

Brigitte Bardot im August 1972
Getty Images
Brigitte Bardot im August 1972
Brigitte Bardot in Paris 2004
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Brigitte Bardot in Paris 2004
Brigitte Bardot im Londoner Hotel, September 1966
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Brigitte Bardot im Londoner Hotel, September 1966
Hat der Bardot-Look weiterhin einen festen Platz bei Royal-Auftritten?
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