John Mulaney sagt Shows in Minneapolis wegen Tragödie ab
John Mulaney (43) hat alle seine geplanten Auftritte in Minneapolis kurzfristig abgesagt. Der Comedian wollte an diesem Wochenende mit seinem Programm "Mister Whatever" im Armory auftreten, doch nach der Tragödie um Renee Nicole Good zieht er die Notbremse. Die 37-jährige Mutter wurde wenige Tage vor Johns erster Show in der Stadt von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE in ihrem Auto erschossen. Auf Instagram erklärte John, er wolle niemanden in Gefahr bringen und fühle sich unwohl damit, Tausende Menschen in die Innenstadt zu locken, während die Lage angespannt bleibt. Die drei Shows, die ursprünglich im Januar stattfinden sollten, werden nun in den April verlegt.
In den vergangenen Tagen wurden über 2.000 Bundesbeamte nach Minneapolis entsandt, nachdem die Trump-Regierung groß angelegte Razzien angekündigt hatte – vor allem in der somalischen Community der Metropolregion. In mehreren Videos des Vorfalls in Minneapolis dokumentierten Augenzeugen, wie Menschen versuchten, eine Abschiebungsoperation zu blockieren, bevor sich die Situation, in der Renee letztlich ihr Leben verlor, dramatisch zuspitzte. "Was in eurer Stadt passiert, ist herzzerreißend", schrieb John in seinem Statement. Er betont, dass alle bereits gekauften Tickets für die neuen April-Termine gültig bleiben. Wer nicht kommen kann, bekommt sein Geld zurück.
John, der selbst zweifacher Vater ist, zeigt sich in seinem Posting vor allem mitfühlend gegenüber dem Publikum in Minneapolis. Der Comedian, der sonst gerne aus seinem eigenen Leben erzählt, spricht diesmal weniger über sich, sondern wendet sich direkt an die Menschen in der Stadt: Er wisse, dass eine Comedyshow "eine schöne Ablenkung" sein könne, aber dennoch wolle er niemanden einem Risiko aussetzen. Gerade weil John auf Tour oft eine enge Verbindung zu seinen Fans sucht und in Interviews immer wieder betont, wie wichtig ihm das Miteinander im Saal sei, fällt die Absage für viele Unterstützer emotional aus – auch wenn sie seine Vorsicht nachvollziehen und auf ein unbeschwerteres Wiedersehen im Frühjahr hoffen.






