Ron Howard erklärt, warum "Star Wars"-Film "Solo" floppte
"Solo: A Star Wars Story" bleibt bis heute der einzige Film aus dem "Star Wars"-Universum, der an den Kinokassen zum Verlustgeschäft wurde. Mit Produktionskosten von rund 235 Millionen Euro und zusätzlichen Marketingausgaben hätte der Film mindestens 557 Millionen Euro einspielen müssen, erreichte weltweit jedoch nur 336 Millionen Euro. Der ursprünglich von Phil Lord und Chris Miller inszenierte Streifen wurde während der Produktion aufgrund kreativer Differenzen von Ron Howard (71) übernommen. Der Regisseur gab nun in einem Interview mit Vulture offen Einblicke in die turbulente Entstehungsgeschichte des Kinoflops.
Howard verriet, dass ihm Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy (72) und Drehbuchautor Jonathan Kasdan das Projekt in einer schwierigen Phase anboten. Nach internen Unstimmigkeiten sei man unsicher gewesen, ob der Ton des Films den Erwartungen entsprach. Howard habe sich das bestehende Filmmaterial angeschaut und betonte: "Es gab von Anfang an eine tonale Diskrepanz." Trotz der Schwierigkeiten lobte er Lord und Miller als "unglaublich großzügig" während des Übergangs. Letztlich kam Howard in das Projekt, brachte den Film in acht Monaten zu Ende und äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis – auch wenn der Erfolg ausblieb. Die Pläne für eine Fortsetzung oder Spin-offs mit Alden Ehrenreich (36) als Han Solo und Donald Glover (42) als Lando Calrissian sowie Emilia Clarke (39) als Qi'ra wurden nach dem enttäuschenden Einspielergebnis fallen gelassen.
Während seiner Arbeit an "Solo" holte sich Howard auch Rat bei "Star Wars"-Schöpfer George Lucas (81), der ihm den prägnanten Hinweis gab: "Vergiss nicht – es ist für zwölfjährige Jungen." Rückblickend vermutet Howard, dass der Fokus auf die Vergangenheit eines bereits etablierten Charakters für viele Zuschauer nicht reizvoll war. In einem früheren Interview sprach er zudem davon, dass die starke Nostalgie möglicherweise den Erfolg bremste. Trotz der Kritiken blickt Howard positiv auf die Dreharbeiten zurück und bleibt bekennender Fan der Arbeit seiner Vorgänger: "Ich kann es kaum erwarten, Phil und Chris’ nächsten Film zu sehen."









