Jessie Buckleys Aufstieg vom Reality-TV zur Oscar-Anwärterin

Jessie Buckleys Aufstieg vom Reality-TV zur Oscar-Anwärterin

- Nele Zuber
Lesezeit: 2 min

Jessie Buckley schreibt ihre eigene Kino-Erfolgsgeschichte: Am Sonntagabend wurde die Schauspielerin in Los Angeles mit dem Critics' Choice Award als Beste Schauspielerin ausgezeichnet – für ihre berührende Darstellung von Agnes Hathaway in "Hamnet". Berichten von Daily Mail zufolge wird in Hollywood bereits über ihre Chancen bei den Oscars gesprochen. Fans der Irin erinnern sich vielleicht noch an ihre schauspielerischen Anfänge: Bekannt wurde Jessie vor 17 Jahren in der BBC-Castingshow "I’d Do Anything", in der sie knapp an einer wichtigen Musicalrolle vorbeischrammte.

Die Rolle in "Hamnet" ist nun der vorläufige Höhepunkt eines Weges, der nach dem TV-Talentwettbewerb über renommierte Theater- und Serienproduktionen führte. Andrew Lloyd Webber (77), der Jessie damals in der Castingshow als Jury-Mitglied begleitete, ist laut Mirror schon immer ein Fan der jungen Frau gewesen. Eine ihrer Performances sei sogar das Beste, was er je von jemandem in ihrem Alter gehört habe. Nach Stationen in "War & Peace", "Taboo", "Chernobyl" und "Fargo" gelang Jessie mit dem Film "Wild Rose" der Durchbruch, gefolgt von einer Oscar-Nominierung für "The Lost Daughter" und Kritikerlob für "Women Talking" und "Wicked Little Letters". Mit "Hamnet" setzte sie diesen Weg fort, gewann den Critics' Choice Award, ist bei den Golden Globes im Rennen – und steht bereits für das nächste Großprojekt vor der Kamera: In "The Bride!" spielt sie eine zum Leben erweckte Frau an der Seite von Stars wie Penélope Cruz und Christian Bale (51).

Doch der Erfolg auf der Leinwand blieb nicht ohne Folgen für Jessies Privatleben. Die Schauspielerin, die in einer kreativen Familie in Irland aufwuchs und heute mit ihrem Ehemann, einem nur als "Freddie" bekannten Mental-Health-Experten, zwischen London und Norfolk pendelt, beschreibt "Hamnet" als Auslöser für einen ganz neuen Lebensabschnitt. Im "Modern Love"-Podcast von New York Times erzählte sie, die intensive Darstellung einer trauernden Mutter habe in ihr ein starkes Bedürfnis, selbst Mutter zu werden, geweckt. Nur eine Woche nach Drehschluss wurde sie tatsächlich schwanger. Ihre Schwangerschaft zeigte sie erstmals mit Babybauch auf einem Red-Carpet-Auftritt, später verriet sie in Interviews, inzwischen Mutter einer Tochter zu sein. Gegenüber CBS sagte sie über diese Zeit: "Ich fühle mich roh, nachdem ich ein Kind bekommen habe, und auf eine wirklich erfrischende Art. Man schneidet den Unsinn weg und wird ehrlicher." Für den Moment konzentriert sich Jessie auf ihr Familienleben, doch mit dem Kinostart von "Hamnet" und dem bald folgenden "The Bride!" bleibt sie auch für ihre Fans präsent.

Jessie Buckley bei der Premiere von "Hamnet"
Getty Images
Jessie Buckley bei der Premiere von "Hamnet"
Paul Mescal und Jessie Buckley zur "Hamnet"-Fotoausstellung in der Tristan Hoare Gallery in London, Dezember 2025
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Paul Mescal und Jessie Buckley zur "Hamnet"-Fotoausstellung in der Tristan Hoare Gallery in London, Dezember 2025
Jessie Buckley beim Hamnet Awards Screening und Q&A im Ham Yard Hotel London, Dezember 2025
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Jessie Buckley beim Hamnet Awards Screening und Q&A im Ham Yard Hotel London, Dezember 2025
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