So intim war "Hamnet" für Jessie Buckley und Paul Mescal

So intim war "Hamnet" für Jessie Buckley und Paul Mescal

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min

Jessie Buckley (36) und Paul Mescal (30) haben für ihren gemeinsamen Film "Hamnet" eine außergewöhnlich intensive Arbeitsbeziehung aufgebaut. Kurz vor Drehbeginn trafen sich die beiden Schauspieler, die sich erstmals am Set von "Frau im Dunkeln" kennengelernt hatten, mehrfach in New York, wo sie unter anderem in einem Club namens "Joy Face" tanzen gingen. In einer dieser Nächte sagte Paul zu Jessie etwas, das ihre Zusammenarbeit prägen sollte: "Das Besondere an dir, Jessie, ist, dass du wie Feuer bist und ich werde dich auffangen." Jessies erste Reaktion darauf war skeptisch, wie sie gegenüber Deadline verrät. Doch dann verstand sie, was ihr Kollege meinte: Die beiden wurden füreinander zur "Lebenskraft" und versprachen sich gegenseitig: "Wo auch immer uns das hinführt, ich bin für dich da."

In dem Film, der auf dem Roman von Maggie O'Farrell basiert, spielt Jessie die Rolle der Agnes, während Paul ihren Ehemann William Shakespeare (†52) verkörpert. Regisseurin Chloé Zhao hat mit dem Drama über den Verlust von Shakespeares Sohn einen Film geschaffen, der Kritiker weltweit in Atem hält. Jessie schwärmt von der tiefen Verbindung zu ihrem Kollegen Paul. "Ich weiß in meinem Herzen, dass er jemand ist, der für mich als Künstlerin von entscheidender Bedeutung ist", sagt sie. Jessie beschreibt Paul als "außergewöhnlichen Mann" und unglaublichen Schauspieler, der mit erst 30 Jahren bereits eine enorme Bandbreite zeige – von Shakespeare bis Paul McCartney (83). Auch in Zukunft möchte Jessie gern mit Paul neue Projekte realisieren. "Ich habe das Gefühl und hoffe, dass wir uns noch oft treffen und gemeinsam sehr transformative Reisen unternehmen werden, denn genau das war diese Erfahrung", so die Schauspielerin. Die beiden arbeiteten ohne jegliche Hierarchie zusammen, vereint durch das pure Engagement, die Geschichte so mutig und menschlich wie möglich zu erzählen.

"Hamnet" ist kein leichter Film. Er ist ein emotionaler Hammerschlag – und wer ihn gesehen hat, weiß, dass man danach ein paar Minuten braucht, um wieder zu sich zu kommen. Der Film fordert von seinen Darstellern, sich dem vollen Gewicht des Lebens auszusetzen: der Liebe, dem Verlust, der Sterblichkeit. Privat und künstlerisch sucht Jessie die Erdung. Sie genießt das englische Landleben – ein Haus aus dem 15. Jahrhundert, kein Fernseher, nur Kochen, Feuer machen und Zeit mit ihrem Mann und ihrer Tochter. "Ich bin allergisch gegen etwas, das nicht echt ist, weil ich so etwas Reales in meinem Leben habe", sagt sie Deadline über ihr neues Muttersein. Musik bleibt ihre heimliche Zuflucht: Zwischen Projekten schreibt sie im Keller Songs, träumt von einem eigenen, filmischen Musical – und erinnert sich an den Beginn ihrer Laufbahn, als sie nach der BBC-Show "I’d Do Anything" zu ihrem Agenten sagte: "Ich will Judi Dench sein".

Paul Mescal und Jessie Buckley zur "Hamnet"-Fotoausstellung in der Tristan Hoare Gallery in London, Dezember 2025
Getty Images
Paul Mescal und Jessie Buckley zur "Hamnet"-Fotoausstellung in der Tristan Hoare Gallery in London, Dezember 2025
Jessie Buckley und Paul Mescal bei der Premiere von "Hamnet", November 2025
Getty Images
Jessie Buckley und Paul Mescal bei der Premiere von "Hamnet", November 2025
Jessie Buckley bei der BAFTA Tea Party im Four Seasons Hotel Los Angeles, 10. Januar 2026
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Jessie Buckley bei der BAFTA Tea Party im Four Seasons Hotel Los Angeles, 10. Januar 2026
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