Epstein-Vorwürfe: Donald Trump zeigt Mann den Mittelfinger
Epstein-Vorwürfe: Donald Trump zeigt Mann den MittelfingerGetty ImagesZur Bildergalerie

Epstein-Vorwürfe: Donald Trump zeigt Mann den Mittelfinger

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min

Donald Trump (79) hat beim Besuch eines Ford-Werks in Michigan für einen Eklat gesorgt. Während der Politiker am Dienstag in einer der Werkshallen unterwegs war, rief ein Mann aus kurzer Distanz schwere Vorwürfe in seine Richtung und bezeichnete Donald als "Beschützer von Pädophilen". Der sichtlich verärgerte US-Präsident reagierte unmittelbar: Kameras hielten fest, wie er auf den Störenfried deutete, mehrmals mit den Lippen die Worte "f*ck you" formte und ihm schließlich den Mittelfinger zeigte. Die Echtheit der von TMZ veröffentlichten Aufnahmen wurde inzwischen von Donalds Team bestätigt.

Aus dem Weißen Haus kam zudem umgehend Rückendeckung. Sprecher Steven Cheung erklärte gegenüber People: "Ein Irrer schrie in einem Wutanfall wilde Obszönitäten – der Präsident gab eine angemessene und unmissverständliche Antwort." Laut Washington Post bestätigte der Zwischenrufer auf Nachfrage, dass sich seine Empörung konkret auf Donalds Vorgehen im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66) beziehe. Das Unternehmen, das durch diesen Vorfall zum Mittelpunkt eines politischen Skandals wurde, bemüht sich unterdessen um Deeskalation: "Wir hatten heute ein großartiges Event und sind stolz darauf, wie unsere Mitarbeitenden Ford repräsentiert haben", teilte eine Ford-Sprecherin TMZ mit. Zugleich betonte sie, Respekt sei ein Kernwert im Betrieb: Man dulde innerhalb der Anlagen keine unangemessenen Äußerungen und habe dafür interne Prozesse.

In den vergangenen Wochen hatte das US-amerikanische Justizministerium tausende Seiten Akten zum Fall Jeffrey veröffentlicht, während weitere Millionen Dokumente laut Medienberichten noch ausstehen sollen. Im Umfeld des Präsidenten wird entschieden zurückgewiesen, dass er je in Zusammenhang mit den Taten des Sexualstraftäters gestanden habe. Auch Berichte über frühere Kontakte in Florida sorgten zuletzt für Diskussionen, die das Lager des Politikers als unzutreffend bezeichnet. Abseits politischer Schlagabtausche setzte Donald mit dem Besuch im Ford-Werk eine langjährige Tradition fort: Seit Jahren besucht er immer wieder Industrieanlagen und Fabrikhallen, wo er auf Tuchfühlung mit den Arbeitern geht – Begegnungen, die nicht selten laut und konfliktträchtig verlaufen.

US-Präsident Donald Trump spricht nach seiner Rückkehr zur Joint Base Andrews mit der Presse, 13. Januar 2026
Getty Images
US-Präsident Donald Trump spricht nach seiner Rückkehr zur Joint Base Andrews mit der Presse, 13. Januar 2026
Donald Trump erhält den FIFA-Friedenspreis im Kennedy Center in Washington
Getty Images
Donald Trump erhält den FIFA-Friedenspreis im Kennedy Center in Washington
Demonstranten mit Plakaten von Donald Trump und Jeffrey Epstein
Getty Images
Demonstranten mit Plakaten von Donald Trump und Jeffrey Epstein
Wie bewertet ihr Donalds Mittelfinger-Geste im Ford-Werk?