Experten warnen Mette-Marit vor Teilnahme an Marius' Prozess
Am 3. Februar 2026 beginnt in Oslo ein Prozess, der bereits jetzt für große Schlagzeilen sorgt. Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), steht vor Gericht und muss sich 32 schwerwiegenden Anschuldigungen stellen, darunter Vergewaltigung, Misshandlung und Bedrohung. Der Fall hat unlängst eine Diskussion darüber ausgelöst, ob Mette-Marit und ihr Ehemann Kronprinz Haakon (52) dem Prozess beiwohnen sollten oder ob ihre Abwesenheit ein stärkeres Zeichen setzen würde. Experten schätzen die Situation als äußerst heikel ein.
Schon im Dezember hatte das Thronfolgerpaar in der NRK-Sendung "Året med kongefamilien" erkennen lassen, wie belastend die Situation ist, und zugleich betont, der Fall liege nun in den Händen der Justiz. Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen, Königshausexperte des Senders TV 2, hält einen Auftritt der beiden für unwahrscheinlich: "Es ist völlig offen, ob der Kronprinz und seine Frau erscheinen werden oder nicht, aber ich tendiere zu 'nein'. Das Königshaus hat sich für eine Linie entschieden, die eine größtmögliche Distanz zwischen ihnen und Marius Borg Høiby schafft – und ich glaube, dass sie diese Linie auch weiterhin verfolgen werden", sagte er TV 2. Der schwedische PR-Berater Paul Ronge warnte gegenüber dem Sender noch deutlicher: "Ich würde dringend davon abraten, dass sie im Gerichtssaal als eine Art Unterstützung anwesend sind. Alles in diese Richtung würde als Verharmlosung der schrecklichen Tat, derer er beschuldigt wird, interpretiert werden."
Hinter den nüchternen Formulierungen von Experten und Pressesprechern steht eine Patchwork-Familie, die seit Jahren versucht, ein Leben zwischen Palastprotokoll und privatem Rückzug zu organisieren. Marius, der nicht Teil der engeren Thronfolge ist und ohne offiziellen Prinzentitel aufwuchs, bewegte sich lange eher am Rand der royalen Bühne, während Mette-Marit und Haakon zusammen mit ihren beiden gemeinsamen Kindern den repräsentativen Teil der Monarchie trugen. In einem NRK-Interview, in dem sich die Kronprinzessin erstmals zu Marius' Skandalen äußerte, hatte sie bereits durchblicken lassen, wie sehr sie die massiven Vorwürfe und die kritischen Schlagzeilen persönlich treffen und wie intensiv die Familie versucht hat, sich Hilfe von außen zu holen. Die kommenden Wochen werden für die Royals damit nicht nur ein juristischer Stresstest, sondern auch eine private Belastungsprobe: Zwischen offiziellen Terminen, Kamerablitzen und Fragen nach der Rolle der Monarchie müssen Mette-Marit und Haakon ihren Weg finden, wie sie für ihren Sohn da sein können, ohne die klare Trennung zwischen öffentlicher Verantwortung und familiärer Loyalität aufzugeben.








