Festnahme: Marius Borg Høiby musste weiter in U-Haft bleiben
Marius Borg Høiby (29) muss vorerst in Untersuchungshaft bleiben. Das entschied das Gericht in Oslo, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die Osloer Polizei berichtete. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) war kurz vor Beginn des Gerichtsverfahrens erneut festgenommen worden – wegen einer mutmaßlichen Körperverletzung, der Drohung mit einem Messer und des Verstoßes gegen ein Kontaktverbot. Marius bestreitet die Körperverletzung und die Drohung. "Wenn ein Angeklagter während einer Gerichtsverhandlung verhaftet wird, bleibt er in der Regel bis zu mehreren Wochen nach Ende der Verhandlung in Untersuchungshaft", erklärte Andreas Kruszewski, der Leiter der Ermittlungen, gegenüber NTB.
Der letzte Verhandlungstag ist derzeit für den 19. März geplant, was bedeutet, dass Marius noch mehrere Wochen hinter Gittern verbringen könnte. Gleichzeitig wurde das bestehende Verbot, eine seiner Ex-Freundinnen zu kontaktieren, bis September verlängert. Das Kontaktverbot bezieht sich auf jene Frau, gegenüber der Marius im Sommer 2024 zugegeben hatte, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. Der 29-Jährige ist insgesamt in 38 Punkten angeklagt, darunter wegen vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Drogen- und Verkehrsdelikten. Die Vorwürfe der Sexualdelikte weist er zurück.
Am 16. Verhandlungstag sagte Influencerin Anniken Jørgensen als Zeugin aus. Die Freundin von Marius' Exfreundin Nora Haukland schilderte vor Gericht ihre Eindrücke aus gemeinsamen Zeiten während der Dreharbeiten zur Reality-Serie "Girls of Oslo". Neben ihr wurden auch Noras Mutter sowie der Chefredakteur eines Magazins als weitere Zeugen gehört. Für Aufsehen sorgte Marius am Vortag mit einer Behauptung vor Gericht: Nach eigenen Angaben hatte er im Gefängnis erfahren, dass Nora einen Vertrag mit Netflix über umgerechnet rund 350.000 Euro abgeschlossen habe – angeblich für eine Doku über den Prozess und die Beziehung der beiden.






