Willensvollstrecker fordern 106.000 Dollar von Paris Jackson
Im Erbstreit um den Nachlass von Michael Jackson (†50) wird der Ton schärfer: Die beiden langjährigen Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain haben nun eine Rechnung über rund 106.000 Dollar eingereicht. Die Kosten sollen direkt mit ihrem juristischen Schlagabtausch mit der Tochter des King of Pop, Paris Jackson (27), zusammenhängen. In den Unterlagen, die beim zuständigen Gericht in Los Angeles eingereicht wurden, listen die Nachlassverwalter nach Angaben der US Weekly rund 94.000 Dollar für bereits entstandene Anwaltsgebühren sowie weitere 21.000 Dollar für erwartete künftige Kosten auf.
Die Auseinandersetzung dreht sich um angeblich unbegründete und exorbitante Zahlungen des Nachlasses an externe Kanzleien. Paris kritisierte, dass innerhalb eines halben Jahres im Jahr 2018 allein 625.000 Dollar an drei Kanzleien geflossen seien, teils für nicht dokumentierte Beratungsleistungen. Die Nachlassverwalter John Branca und John McClain verteidigen diese Ausgaben hingegen als branchenüblich und verweisen darauf, dass Paris seit dem Tod ihres Vaters rund 65 Millionen Dollar aus seinem Vermögen erhalten habe. Zudem argumentieren sie laut US Weekly, dass die beanstandeten Summen in Relation zu den Einnahmen des Nachlasses unerheblich seien, da im selben Jahr etwa 300 Millionen Dollar erwirtschaftet wurden.
Der Streit um Michael Jacksons Erbe zieht sich bereits seit Jahren hin und scheint weiterhin kaum Aussicht auf eine Einigung zu bieten. Erst vor wenigen Monaten hatte Paris erneut mehr Transparenz bei der Verwaltung gefordert und sich dabei mit den Testamentsvollstreckern angelegt. Letztlich musste sie jedoch zurückstecken, nachdem das Gericht einige ihrer Forderungen zurückgewiesen und Kosten zu ihren Lasten verteilt hatte. Es bleibt offen, welche Schritte Paris und ihre Anwälte als Nächstes unternehmen werden.








