Sharon Osbourne verrät: Ozzys letzter Wunsch wurde erfüllt
Als Ozzy Osbourne (†76) im Sommer 2025 die Bühne des Villa Park in Birmingham betrat, trug er nicht nur das Gewicht seiner jahrzehntelangen Karriere mit sich, sondern auch das Wissen, dass dieser Abend sein letzter sein könnte. Nur wenige Wochen nach dem Abschiedskonzert "Back to the Beginning" starb der legendäre Black-Sabbath-Sänger am 22. Juli. Nun hat seine Frau Sharon Osbourne (73) im Podcast "Dumb Blonde" erstmals offengelegt, unter welchen Umständen Ozzy die Entscheidung traf, dennoch aufzutreten. Ärzte hatten ihn im Vorfeld eindringlich gewarnt: Der Auftritt könnte ihn das Leben kosten. Kurz zuvor hatte Ozzy bereits eine lebensbedrohliche Sepsis durchgestanden. Doch er ließ sich nicht aufhalten. Für ihn war die Bühne nicht nur ein Ort der Performance, sondern ein Teil seiner Identität, ohne den er sich nicht vorstellen konnte, zu gehen. Sein letzter Wunsch wurde somit erfüllt.
Sharon schilderte im Podcast, wie unerschütterlich Ozzys Wille war. Seine Haltung war dabei von einer bemerkenswerten Nüchternheit geprägt: "Ob ich in zwei Wochen sterbe oder in sechs Monaten, ich sterbe trotzdem. Und ich will auf meine Weise gehen." Die Familie wusste, dass es keinen Sinn hatte, ihn umzustimmen. Sharon verglich die Situation mit dem Versuch, einem 78-Jährigen das Rauchen auszureden – irgendwann lasse man es einfach. Ozzy wurde im Rollstuhl auf einem mit Totenköpfen und einer Fledermaus geschmückten schwarzen Thron auf die Bühne des ausverkauften Villa Parks gehoben – vor rund 40.000 jubelnden Fans. Er performte Klassiker wie "Crazy Train" und spielte sowohl ein Soloset als auch Songs mit den ursprünglichen Black-Sabbath-Mitgliedern Tony Iommi (78), Geezer Butler und Bill Ward – zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gemeinsam auf einer Bühne. "Er ging wie ein König", so Sharon.
Ozzys Tod kam laut Sharon schnell und plötzlich. Sie war bei ihm, als Sanitäter versuchten, ihn wiederzubeleben – und bat sie, es zu lassen. "Er war fertig", sagte sie. Doch sein Erbe lebt in vielerlei Form weiter. Im Februar 2026 würdigte die Musikwelt den "Prince of Darkness" bei den Grammy Awards, als Post Malone (30), Slash, Duff McKagan, Andrew Watt (35) und Chad Smith gemeinsam "War Pigs" aufführten. Sharon kommentierte den bewegenden Moment auf Instagram mit den Worten: "Der gestrige Abend war mehr als nur eine Aufführung. Es war ein Moment, der in die Musikgeschichte eingegangen ist." Ozzy sei definitiv im Raum gewesen, so seine Witwe. Bei den BRIT Awards wurde Ozzy ebenfalls geehrt. Sharon selbst pendelt inzwischen zwischen England und Los Angeles, wo ihre Kinder Aimee, Jack und Kelly mit ihren Familien leben. Sie selbst sagt, sie wolle weitermachen – weiterarbeiten, weiterleben. Genau das hätte Ozzy auch von ihr erwartet.










