"Stranger Things"-Fans rätseln über fehlenden Wasserfall

"Stranger Things"-Fans rätseln über fehlenden Wasserfall

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min

Im großen Finale von Stranger Things sorgt eine eigentlich romantische Vision von Mike und Elf plötzlich für Fragezeichen bei den Fans: Die beiden Teenager malen sich ihre Zukunft weit weg von Hawkins aus – an einem magischen Ort mit drei Wasserfällen, an dem sie endlich Frieden finden wollen. Im Epilog der Netflix-Serie ist dieser Traumort dann tatsächlich zu sehen. Elf steht auf einer Anhöhe und blickt in die Ferne – doch dort rauschen nur zwei große Wasserfälle in die Tiefe. Die Folge: In sozialen Netzwerken rätseln Zuschauer seit der Veröffentlichung des Finales Anfang Januar, was mit Wasserfall Nummer drei passiert ist und ob sich Netflix hier einen Fehler erlaubt hat, wie kino.de berichtet.

Aufmerksame Fans haben die Szene Bild für Bild auseinandergenommen. Manche verweisen darauf, dass ganz rechts im Schatten noch ein zarter Wasserschimmer zu erkennen ist und Elf auf dem Weg nach oben an einem kleinen Sturzbach vorbeikommt – doch an die drei majestätischen Wasserfälle, von denen Mike einst schwärmte, reicht das in den Augen vieler nicht heran. Online kursieren daher Theorien, wonach der fehlende Wasserfall ein heimlicher Hinweis auf Elfis Schicksal sein könnte. Andere stützen ihre Überlegungen auf einen Satz, den Mike im Finale gegenüber Hopper sagt: "Ich hatte gesagt, wir gehen irgendwohin, wo drei Wasserfälle sind. Ich meine, ich weiß nicht mal, ob sie mir geglaubt hat. Ehrlich. Wer würde das tun? Drei Wasserfälle. Das ist so dämlich." Für einige Fans ist das ein möglicher Schlüssel, dass Mike selbst nie an die perfekte Fantasie geglaubt hat – und die Serie diese Diskrepanz im Bild aufgreift.

Zusätzliche Brisanz bekommt die Debatte durch einen Blick in die echte Welt, denn die Wasserfälle, die Netflix für die Szene nutzte, existieren tatsächlich: Es handelt sich um die beiden isländischen Fälle Háifoss und Granni, die Reiseführer wie "Guide to Iceland" gerne zusammen mit einem dritten Wasserfall nennen. Dieser dritte, der Hjálparfoss, wird aus demselben Fluss gespeist, liegt aber rund 13 Kilometer entfernt – die drei gehören zusammen, sind in der Landschaft aber deutlich voneinander getrennt. Genau darin sehen manche Fans eine Parallele zu Mike und Elf: Die beiden haben den Kampf gegen Vecna überlebt, müssen ihren gemeinsamen Zukunftstraum aber opfern und vorerst getrennte Wege gehen. Ob Elf jedoch wirklich überlebt hat, bleibt unklar. Sadie Sink (23) erklärte kürzlich in "The Tonight Show", dass sie aus ihrer Sicht den letzten Kampf nicht überlebt hat – Mikes Erzählung von Elf an den Wasserfällen sei nur ein Bewältigungsmechanismus der Clique, um Abschied zu nehmen.

Millie Bobby Brown als Elf in "Stranger Things"
Netflix
Millie Bobby Brown als Elf in "Stranger Things"
Eine Szene aus "Stranger Things", Staffel 5
Netflix
Eine Szene aus "Stranger Things", Staffel 5
Sadie Sink bei der Broadway-Premiere von "John Proctor Is The Villain" im Booth Theatre in New York City
Getty Images
Sadie Sink bei der Broadway-Premiere von "John Proctor Is The Villain" im Booth Theatre in New York City
Fehlender Wasserfall im "Stranger Things"-Finale: Wie deutet ihr die Szene?