"Stranger Things"-Finale: Verwirrung um fehlende Demogorgons
Nach dem großen Finale von Stranger Things rätselten die Fans: Wo sind die Demogorgons geblieben? Während Elf mit ihren Freunden gegen Vecna und den Gedankenschinder im düsteren Abyss antrat, fehlten ausgerechnet die ikonischen Monster, die zuvor die Schattenwelt bevölkerten. In Foren und auf Social Media wurde eifrig diskutiert, warum die gefürchteten Kreaturen im entscheidenden Moment nicht auftauchten. In einem Gespräch mit dem Branchenportal The Wrap erklärt Co-Serienschöpfer Matt Duffer die umstrittene Entscheidung. Vecna habe in seinem eigenen Reich nicht mit einem Überraschungsangriff gerechnet und setze im Finale komplett auf den Gedankenschinder, der als riesige Hauptwaffe diene. "Warum sollte [Vecna] die Demos brauchen, wenn der Gedankenschinder dieses riesige Wesen ist und sie angreifen kann?", fragt Matt in dem Interview.
Erste Einblicke in die Diskussion zwischen den Serienmachern gibt zudem die neue Netflix-Dokumentation "Ein letztes Abenteuer: Das Making-of von Stranger Things 5". Drehbuchautor Paul Dichter hatte intern ernste Zweifel und drängte darauf, im Abyss zumindest ein paar bekannte Monster zu zeigen: "Da muss ein Demogorgon sein, ein Demobat, ein Demodog, irgendetwas. Es ist verrückt, wenn da nichts ist, finde ich." Kollegin Kate Trefry warnte dagegen vor Wiederholung: "Ich glaube, ich habe vielleicht... Bedenken wegen einer Demo-Müdigkeit". Matt verwies zudem auf die große Schlacht in Episode vier, in der bereits mehrere Demogorgons das Militär attackierten – Dopplungen wollte man vermeiden.
Die neue Doku zeigt nicht nur die Monster-Debatte, sondern auch, unter welchem Druck die "Stranger Things"-Macher standen. Am 117. Drehtag, also zur Halbzeit der Dreharbeiten, war das Drehbuch für Episode acht noch immer nicht komplett, wie Produktionsassistentin Montana Maniscalco vor der Kamera verriet. Matt nannte die Situation "total seltsam" und sprach von den "schwierigsten Schreibbedingungen" ihrer Karriere, weil Netflix und Produktion ständig wegen der Finalfolge nachhakten. Bei der großen Drehbuchlesung am 8. September 2024 gestand Mike-Darsteller Finn Wolfhard (23): "Wir haben ein Jahr lang auf Messers Schneide gelebt. Es war Folter."






