Eine Farbe als Vermächtnis: Valentinos ikonisches Rot
Eine Farbe als Vermächtnis: Valentinos ikonisches RotGetty ImagesZur Bildergalerie

Eine Farbe als Vermächtnis: Valentinos ikonisches Rot

- Mia Lada-Klein
Lesezeit: 2 min

Valentino Garavani ist tot: Der italienische Couturier starb am Montag, dem 19. Januar, im Alter von 93 Jahren in Rom. Der Mann, der das weltberühmte "Valentino Red" prägte und Königinnen, First Ladies sowie Hollywood-Größen einkleidete, hinterlässt eine Ära kompromisslosen Glamours. Valentino kleidete Frauen für ihre größten Momente – auf roten Teppichen, in Palästen, bei historischen Anlässen. Zu seinen prominentesten Musen zählten laut oe24.at Audrey Hepburn (†63), Elizabeth Taylor (†79) und Sophia Loren (91) – Jacqueline Kennedy Onassis (†64) gab Aristoteles Onassis in einem Valentino-Kleid das Jawort. Sein Name stand für Eleganz, Disziplin und die Idee, dass ein Kleid ein Leben verändern kann.

Sein Weg begann in Voghera, führte früh nach Paris und 1960 zur Gründung des eigenen Modehauses in Rom. Internationalen Ruhm erlangte Valentino in den 1960er-Jahren mit Shows in der Sala Bianca in Florenz: Silhouetten, die weich flossen, Linien, die den Körper umschmeichelten, und ein Rot, das unübersehbar war. In den 1990er-Jahren wurde der Designer zur Institution, seine Defilees zu gesellschaftlichen Ereignissen, seine Ateliers zu Anlaufpunkten für die Schönen und Mächtigen. Der Dokumentarfilm "Valentino: The Last Emperor" zeichnete später das Bild eines Perfektionisten, der seinem Ideal kompromisslos diente. 2007 kündigte Valentino seinen Abschied an, 2008 verabschiedete er sich in Paris mit einer letzten Couture-Schau.

Valentino blieb auch nach seinem Rückzug eine Bezugsperson für Generationen von Modeschaffenden und prominenten Trägerinnen. Freunde und Weggefährten beschrieben ihn als Gastgeber mit Sinn für Details. Privat galt er als loyaler Mensch, der Nähe schätzte und feste Rituale liebte – vom sorgfältig ausgewählten Blumenstrauß bis zur geplanten Tafel. Dass er zuletzt im Kreis seiner Familie war, passt zu einem Leben, in dem Eleganz stets mit Menschlichkeit verbunden war. Seine Farbe, sein Blick für Haltung, seine Art, Frauen zu feiern – all das bleibt als persönliches Vermächtnis lebendig.

Valentino Garavani verlässt das Grand Hôtel in Stockholm zur Hochzeit von Prinzessin Madeleine und Christopher O’Neill
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Jacqueline Kennedy, 1962
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Jacqueline Kennedy, 1962
Valentino Garavani in New York, 2017
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Was ist für euch Valentinos größtes Vermächtnis?