"Bridgerton": Darum verlässt Michaela Francesca so abrupt
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"Bridgerton": Darum verlässt Michaela Francesca so abrupt

- Anna Pejsek
Lesezeit: 2 min

Am Ende der vierten Staffel von Bridgerton waren viele Zuschauer verwirrt, als Michaela Stirling, gespielt von Masali Baduza, plötzlich verschwand – ausgerechnet in dem Moment, als Francesca ihre Unterstützung am dringendsten brauchte. Doch wer die Buchvorlage kennt und die Hinweise der Serie richtig deutet, dem wird schnell klar, warum die Cousine des verstorbenen John so abrupt abreiste. Während der gesamten Staffel wurde Michaela als rastlos und etwas flatterhaft dargestellt, als jemand, der selten lange an einem Ort bleibt. Dieses Charaktermerkmal wird im Finale entscheidend, als sie trotz Francescas offensichtlichem Wunsch nach Nähe plötzlich die Flucht ergreift. Der größte Hinweis auf ihre wahren Motive zeigt sich in einem ruhigen Moment zwischen den beiden: Francesca greift nach Michaelas Hand, doch diese zieht sie sofort zurück und wirkt sichtlich unwohl.

Diese kleine Geste deutet stark darauf hin, dass Michaela etwas erkannt hat, dem sie sich nicht stellen kann: Sie hat sich in Francesca verliebt. In den Romanen von Julia Quinn verliebt sich die Figur – dort noch als männlicher Cousin Michael konzipiert – fast sofort in Francesca, hält die Gefühle aber geheim, solange sie mit John verheiratet ist. Nach Johns unerwartetem Tod werden diese Gefühle noch komplizierter. Von Trauer und Schuldgefühlen überwältigt, weil er die Frau seines Cousins liebt, reist Michael nach Indien, um Abstand zu gewinnen. Die Serie scheint nun einen sehr ähnlichen emotionalen Konflikt aufzubauen, nur eben mit Michaela. Zwischen ihren wachsenden Gefühlen und der drohenden Realität, dass sie möglicherweise Johns Titel und Anwesen erben könnte, wird die Situation emotional überwältigend. Francesca zu lieben, fühlt sich bereits wie ein Verrat an John an.

Seit der dritten Staffel wird Francesca von Hannah Dodd (30) gespielt, nachdem die Rolle ursprünglich von Ruby Stokes (25) verkörpert wurde. In der vierten Staffel heiratete sie John Stirling, den Earl of Kilmartin, bevor dieser völlig überraschend verstarb. Francesca versank daraufhin in Trauer und zog sich zurück. Falls die Serie der Romanvorlage folgt, könnte Michaela jahrelang wegbleiben, bevor sie zurückkehrt – lange nachdem Francescas Trauer begonnen hat, sich zu legen. Ihr plötzliches Verschwinden war also keineswegs zufällig oder unbegründet. Statt sich ihren Gefühlen zu stellen, tat Michaela genau das, was Michael in den Büchern tat: Sie lief davon. Ihre Abreise dürfte zu einem wichtigen Konfliktpunkt werden, wenn die Serie Francescas vollständige Liebesgeschichte erzählt.

Francesca Bridgerton (Hannah Dodd) und Michaela Stirling (Masali Baduza) in "Bridgerton" Staffel 4
Netflix
Francesca Bridgerton (Hannah Dodd) und Michaela Stirling (Masali Baduza) in "Bridgerton" Staffel 4
Masali Baduza als Michaela und Hannah Dodd als Francesca Bridgerton, "Bridgerton" Staffel vier
Liam Daniel / Netflix
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Hannah Dodd als Francesca Bridgerton, Victor Alli als John Stirling, Masali Baduza als Michaela in "Bridgerton" Staffel vier
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Soll die Serie wie in den Büchern eine lange Auszeit für Michaela einbauen?