Max Verstappen denkt an sein Karriereende bei der Formel 1
Max Verstappen (28) sorgt mit deutlichen Worten für einen Paukenschlag: Der vierfache Weltmeister denkt nach dem Aus von Mentor Helmut Marko über sein Ende in der Formel 1 nach. Im Gespräch mit Blick erklärte der 28-jährige Niederländer vor der Boliden-Präsentation in Detroit, dass er Marko "vermissen" werde und dessen Abschied 2026 bedauere. "An diesem Punkt kommt für mich ein Teamwechsel nicht in Frage" und macht deutlich, dass er einen Vertrag bis 2028 habe und diesen "erfüllen werde". Gleichzeitig machte Verstappen klar, wie er sich seine Zukunft vorstellt: Mit 40 Jahren werde er nicht mehr in der Königsklasse fahren. Der Zeitpunkt seines endgültigen Abschieds bleibt offen, die Richtung jedoch nicht.
Die jüngsten Monate waren für Red Bull von Umbrüchen geprägt. Nach der Trennung von Teamchef Christian Horner (52) verpasste Verstappen im Saisonfinale 2025 die Titelverteidigung um zwei Punkte gegen McLaren. Kurz darauf folgte das Ende der Zusammenarbeit mit Helmut Marko, der den Superstar einst gefördert und in die Formel 1 geholt hatte. In Detroit richteten sich die Blicke zwar auf das neue Auto und die großen Regeländerungen, doch Verstappens Worte zur Zukunft hallten lauter nach. "Irgendwann wird die Formel 1 für mich keine Option mehr sein", sagte er im Gespräch mit Blick. Statt über Alternativen in der Königsklasse zu grübeln, reizt ihn der Blick über den Tellerrand. Tests im GT3-Bereich hätten ihm "Abenteuerlust" gemacht. Einen Seitenhieb auf Langzeitrivale Lewis Hamilton (41) konnte er sich dabei nicht verkneifen: Fahren mit 40? Für ihn keine Option.
Privat und sportlich zieht es den erfolgsverwöhnten Perfektionisten seit einiger Zeit auch außerhalb der Formel 1 zu neuen Herausforderungen. GT3-Einsätze sind längst mehr als eine vage Idee, dazu liebäugelt der Motorsport-Star mit Langstreckenklassikern und schwärmt offen für die MotoGP – die Rennen in Assen haben ihn besonders gepackt. Ein Start auf zwei Rädern ist nicht ausgeschlossen, die Faszination dafür ist groß. Im Freundeskreis und in der Familie gilt Max als jemand, der Projekte zu Ende bringt, bevor er Neues beginnt – ein Grund, warum der Vertrag bei Red Bull für ihn Wort ist. Seine Nähe zu Wegbegleitern wie Marko zeigt, wie wichtig ihm Loyalität ist. Und wenn die Formel 1 irgendwann Geschichte ist, soll die Leidenschaft für Racing bleiben – nur eben in anderer Form.





