Natasha Lyonne erleidet Rückfall nach zehn Jahren Abstinenz

Natasha Lyonne erleidet Rückfall nach zehn Jahren Abstinenz

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min

Natasha Lyonne (46) hat einen schweren Schritt gewagt und ihren Rückfall nach fast zehn Jahren Abstinenz öffentlich gemacht. Am Freitagabend, dem 24. Januar, wandte sich die Schauspielerin auf der Plattform X an ihre Fans und schrieb knapp: "Ich habe meinen Rückfall öffentlich gemacht, Weiteres folgt." Damit machte die "Poker Face"-Darstellerin klar, dass sie nach langer Nüchternheit wieder mit ihrer Sucht zu kämpfen hat – und dass sie diesen Weg nicht im Verborgenen, sondern im Austausch mit anderen gehen will. In weiteren Posts sprach Natasha offen darüber, wie sehr sie sich auf Unterstützung, Liebe und ihre eigene Ehrlichkeit verlässt, um weiterzumachen.

Kurz nach ihrer ersten Nachricht legte Natasha nach und formulierte, was sie in dieser Phase trägt: "Die Genesung ist ein lebenslanger Prozess. Alle, die damit zu kämpfen haben, denkt daran, dass ihr nicht allein seid. Dankbar für Liebe und kluge Füße", schrieb sie auf X. Sie erklärte, sie wolle "es für Baby Bambo" tun – eine Anspielung auf ihren kommenden Film über die Hockeyspielerin Sophie "Bambo" Braverman. In einem längeren Post rief sie andere Betroffene dazu auf, nicht aufzugeben: "Weiter so, Kinder. Gebt nicht auf, bevor das Wunder geschieht. Tapetiert euren Geist mit Liebe. Der Rest ist nur Lärm und Unsinn." Gleichzeitig reagierte die Schauspielerin auf zahlreiche Kommentare von Fans. Als ein Nutzer sie für ihre lange Zeit der Nüchternheit lobte, antwortete sie laut Page Six mit Humor: "Danke, ich sende dir meine Liebe zurück. Vielleicht werde ich Kifferin oder Nonne." Kritikern und Zweiflern begegnete sie mit einem klaren Selbstbild: "Ich habe ein geringes Selbstwertgefühl, aber kein Hochstapler-Syndrom. Ich liebe euch alle."

Natasha hatte bereits in den 2000er-Jahren mit schweren Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen, inklusive gesundheitlicher Krisen und juristischer Schwierigkeiten, bevor sie 2006 einen Entzug machte. In Interviews erzählte die "Russian Doll"-Schöpferin später, dass sie rückblickend sogar den dunkelsten Jahren etwas abgewinnen könne. Gegenüber "The Cut" sagte sie 2019: "Gleichzeitig sind das wohl auch die Jahre, in denen ich etwas entwickelt habe, das ich sagen kann." Ihre Erfahrungen hätten ihr eine besondere Sicht auf die Welt gegeben: "Diese spezielle Erfahrung hat mir eine ganz bestimmte Sichtweise ermöglicht, auch wenn es ein Albtraum war, so viel davon durchzustehen." Auch jetzt bleibt sie in der Krise nahbar und persönlich – eine Künstlerin, die ihre Brüche nicht versteckt, sondern sie mit ihren Fans teilt und so vielen von ihnen das Gefühl gibt, mit ihren eigenen Kämpfen nicht allein zu sein.

Natasha Lyonne in New York 2018
Getty Images
Natasha Lyonne in New York 2018
Natasha Lyonne im Mai 2025
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Natasha Lyonne im Mai 2025
Natasha Lyonne, Schauspielerin
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Natasha Lyonne, Schauspielerin
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