

Senna Gammour teilt empörendes Interview aus Monrose-Zeiten
Senna Gammour (46) sorgt mit einem ungewöhnlichen Instagram-Post für Aufsehen. Die ehemalige Monrose-Sängerin veröffentlichte eine Tonaufnahme, die seit fast zwei Jahrzehnten in der Versenkung verschwunden war. Das Dokument zeigt, was sich hinter den Kulissen eines Radiointerviews beim Sender bigFM abspielte. Senna, die gemeinsam mit Bahar Kizil (37) und Mandy Capristo (35) eine der erfolgreichsten deutschen Girlgroups der 2000er-Jahre bildete, erklärte in ihrem Posting den Kontext der Aufnahme. Monrose war damals auf dem Höhepunkt ihres Ruhms, Singles wie "Shame" und "Hot Summer" dominierten die Charts – doch hinter dieser Erfolgsgeschichte verbargen sich Erfahrungen, die die Band offenbar lange zu tragen hatte. Die Entscheidung, dieses Material jetzt zu veröffentlichen, beschreibt Senna klar: "Ich teile diese Aufnahme heute", weil damals geschwiegen wurde – und das allein schon deshalb, "weil wir Frauen waren."
Radiomoderator Hans Blomberg empfing die drei Sängerinnen mit einer Reihe gezielter Provokationen: Er nannte die Band bei dem Auftritt konsequent beim falschen Namen – als wären Monrose und die No Angels ein und dasselbe. Was zunächst wie ein schlechter Witz wirken mochte, steigerte sich rasch zu offener Herabsetzung. Blomberg bezeichnete Bro'Sis, die Gewinner der Castingshow Popstars aus dem Jahr 2001, abfällig als "Sozialempfänger" – und Monrose schließlich als "Vorstadtschl***en". Senna ließ das nicht kommentarlos passieren. Schon früh im Interview stellte sie den Moderator unmissverständlich zur Rede: "Trinkst du wieder? Hast du es jetzt mitbekommen? Die No Angels sind gerade raus. Jetzt sind wir da. Monrose. Bist du noch am Start oder ist alles okay?" Als Blomberg versuchte, den Schlagabtausch zu verharmlosen, zog sie eine klare Grenze und forderte den Abbruch des Gesprächs – Pressearbeit hin oder her. "Ich lasse mich nicht als Schl***e abstempeln", sagte sie in der Aufnahme.
Blomberg selbst meldete sich unter Sennas Post zu Wort: Das sogenannte "Krawall-Radio" der 2000er-Jahre habe auf Eskalation und Provokation gesetzt, Grenzverletzungen seien dabei offenbar kalkuliert eingesetzt. Sein heutiges Urteil über den Vorfall fällt knapp, aber klar aus: "Rückblickend, 20 Jahre später, war dieses beleidigende 'Skandal-Interview' eine unnötige Aktion – da haben wir damals einen Fehler gemacht." Prominente Stimmen wie Motsi Mabuse (44) und Ruth Moschner (49) solidarisierten sich öffentlich mit Senna. Senna öffnet mit diesem Schritt eine Debatte darüber, wie viel von dem, was Frauen im Musikgeschäft der 2000er-Jahre erlebten, einfach geschluckt, vergraben und vergessen wurde – und warum es so lange dauerte, bis solche Geschichten endlich erzählt werden konnten. Mit Blick auf ihr Engagement der vergangenen Jahre, das Bücher, einen Podcast und offene Interviews über persönliche Krisen umfasst, wirkt dieser Schritt wie eine logische Fortsetzung: Senna Gammour lässt sich auch heute nicht zum Schweigen bringen – zum Glück!








