Reha-Skandal um Kevin Spacey: War Sexsucht nur inszeniert?
Kevin Spacey (66) musste am Dienstag in Santa Monica erneut vor Gericht aussagen. Bei dem Prozess geht es um die gescheiterte letzte Staffel der erfolgreichen Serie House of Cards. Wie das US-Portal TMZ berichtet, rückte vor Gericht vor allem Kevins Aufenthalt in der Reha-Einrichtung The Meadows in Arizona in den Fokus, in die sich der Schauspieler nach Vorwürfen wegen sexueller Belästigung begeben hatte. In seiner Aussage erklärte der Hollywoodstar, dass ihm ein Arzt der Klinik zunächst mitgeteilt habe, dass er die Kriterien für eine Sexsucht nicht erfülle. Später habe die Einrichtung ihn jedoch als sexuell zwanghaft diagnostiziert.
Der Schauspieler bestreitet diese Diagnose entschieden und erhebt gleichzeitig schwere Vorwürfe gegen die Reha-Einrichtung. Kevin behauptet, der Gründer von The Meadows habe ihn während seines Aufenthalts gefragt, ob er ein prominenter Sprecher für Sexsucht werden wolle. TMZ zitiert den Schauspieler im Zeugenstand mit den Worten: "Es war ganz offensichtlich, dass sie wollten, dass ich ein Sexsüchtiger bin."
Für Kevin ist der Prozess in Santa Monica nur ein weiteres Kapitel in einer langen juristischen Auseinandersetzung um sein Privatleben und sein Verhalten am Arbeitsplatz. In den vergangenen Jahren musste sich der Oscarpreisträger mehrfach vor Gericht verantworten. Besonders im Fokus stand ein Verfahren in London, in dem ihm mehrere sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden – dort wurde er 2023 für nicht schuldig erklärt. Abseits der Gerichtssäle hatte sich der Darsteller nach Bekanntwerden der Anschuldigungen weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.






