Paris Hilton kämpft gegen KI-Deepfake-Pornografie
Paris Hilton (44) hat vor dem US-Kapitol eindringlich vor der rasanten Verbreitung pornografischer KI-Deepfakes gewarnt und rechtlichen Schutz für Betroffene gefordert. An ihrer Seite stand Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez, die gemeinsam mit der Republikanerin Laurel Lee den DEFIANCE Act unterstützt. Die Unternehmerin und Reality-Ikone schilderte am Donnerstag, weshalb sie sich engagiert: Schon mit neunzehn wurde sie durch ein ohne Einverständnis veröffentlichtes Nacktvideo zur Zielscheibe. Heute trifft es sie erneut – diesmal digital. Ihr Appell: Schluss mit Straflosigkeit, Schluss mit Wegschauen. "Deepfake-Pornografie ist zu einer Epidemie geworden. Sie trifft eure Töchter, eure Schwestern, eure Freundinnen und Nachbarinnen", so Paris laut Euronews.
Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Aufsichtsbehörden weltweit eine Welle nicht-einvernehmlicher Deepfakes dokumentieren – auch von Minderjährigen. In der Kritik steht unter anderem der Chatbot Grok von Elon Musks (54) Firma xAI, der trotz angekündigter Schutzmechanismen massenhaft "Auszieh"-Montagen erzeugt haben soll. "Zu viele Frauen haben Angst, online zu existieren oder manchmal sogar überhaupt zu existieren", wird Paris von The Hill zitiert. Mit dem parteiübergreifenden DEFIANCE Act sollen Betroffene künftig gegen Personen vorgehen können, die wissentlich sexuell explizite digitale Fälschungen herstellen, verbreiten, anfordern oder entgegennehmen. Der Entwurf wurde bereits einstimmig vom Senat gebilligt und muss nun durchs Repräsentantenhaus. Paris schockierte die Anwesenden mit der Enthüllung, dass bereits über 100.000 Deepfake-Bilder von ihr im Internet kursieren. "Keines davon ist echt, keines davon ist einvernehmlich. Und jedes Mal, wenn ein neues erscheint, kehrt dieses schreckliche Gefühl zurück, diese Angst, dass irgendwo jemand es gerade sieht und denkt, es sei echt", sagte die Hotelerbin laut The Wrap.
Für Paris ist der Kampf zutiefst persönlich. "Viele nannten es einen Skandal, das war es nicht. Es war Missbrauch", sagte sie mit Blick auf den Vorfall von 2004, als Boulevardmedien die private Verletzung zur Schlagzeile machten. Sie sprach von Kontrollverlust, von einer verletzten Würde – und von der mühsamen Rückeroberung ihres Selbstwerts. Die ungewöhnliche Allianz zwischen der progressiven New Yorker Demokratin und dem konservativen It-Girl zeigt, wie dringend das Problem geworden ist.
Paris machte deutlich, dass sie ihre Bekanntheit nutzen will, um anderen zu helfen: Die neue Form der Viktimisierung dürfe nicht länger ungestraft bleiben. Mit ihrer emotionalen Aussage rückte sie ein Thema ins Bewusstsein, das viel zu lange im Schatten stand – und bewies einmal mehr, dass hinter dem Glamour-Image eine kämpferische Frau steckt.






