Sharon Stone verrät: Sie spricht mit Geistern für ihre Kunst
Sharon Stone (67) sorgt mit einem sehr persönlichen Geständnis für Aufsehen: Die Schauspielerin erzählt im Interview mit dem US-Format Extra, dass sie mit den Geistern verstorbener Menschen spricht – und diese Begegnungen direkt in ihre Kunst einfließen lässt. Rund 25 Jahre nach dem Schlaganfall, der sie 2001 beinahe das Leben gekostet hätte, befinde sie sich auf einer intensiven künstlerischen Reise zwischen Schauspielerei und Malerei. In ihrem Atelier, fernab vom Hollywood-Trubel, entstünden derzeit Porträts, die sie nach eigenen Worten in Kontakt mit einer anderen Ebene malen lässt. Vor allem ein Bild mit dem Titel "Him", Teil ihrer neuen Reihe "Rogues Gallery", habe sie an den Rand des Erträglichen gebracht.
Sharon erklärt, dass sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren mehrere Menschen aus ihrer Familie in kurzer Zeit verabschiedet hätten und sich dadurch in ihr ein Kanal geöffnet habe. "Ich höre dieses höhere Bewusstsein wirklich zu mir sprechen", sagt die Hollywood-Ikone im Gespräch. Wenn sie an einem Porträt arbeite, fühle sie sich von den abgebildeten Seelen direkt angesprochen. Besonders "Him" sei von einem Geist inspiriert, der lange brauchte, um sich ihr zu öffnen. Schließlich habe er ihr erzählt, ein versklavter Mann gewesen zu sein, der auf einem Schiff im Ostchinesischen Meer in Ketten in den Fluten ertrank. "Er ließ mich sein Ertrinken miterleben", schildert Sharon. Die Porträts ihrer Serie beschreibt ein Statement zum Projekt als "kraftvolle, unheimliche Bilder von Geistern aus unterschiedlichen Epochen", die sie beim Malen zu channeln begonnen habe.
Abseits der Leinwand blickt Sharon auf ein bewegtes Privatleben zurück, das sie immer wieder offen thematisiert. Ihre Mutter Dorothy, die 2025 im Alter von 91 Jahren starb, bezeichnete sie im Interview mit Guardian als gnadenlos direkt: "Meine Mutter hatte keinen sonnigen Charakter. Sie war urkomisch, aber sie hat schreckliche Dinge zu mir gesagt. Dot hat geflucht wie ein portugiesischer Hafenarbeiter." Die Schauspielerin erzählte, dass Dorothy in ihren letzten Tagen im Delirium oft derb wurde und kaum Sanftheit fand, und dass sie selbst Zeit brauchte, um den Verlust überhaupt öffentlich machen zu können. Schon früher sprach Sharon über die "harte" Erziehung daheim, in der Feminismus zu den festen Regeln gehörte. Diese Mischung aus Strenge, schwarzem Humor und Überlebenswillen bildet bis heute den emotionalen Hintergrund, vor dem Sharon ihre Kunst, ihre Spiritualität und ihr Familienleben miteinander verbindet.






