Manipuliertes Video? Gils Anwalt bestätigt fehlende Sekunden
Gil Ofarim (43) sprach im Dschungelcamp kurz vor dem großen Finale doch noch über den Davidstern-Skandal – und sein Anwalt liefert nun die Einordnung. An Tag 15 in Australien erklärte der Sänger in einem Lagerfeuer-Gespräch mit Simone Ballack (49), ein zentrales Überwachungsvideo aus dem Leipziger Hotel sei nicht original und weise fehlende Sequenzen auf. "Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist", sagte Gil im Camp. Parallel meldete sich auf Instagram sein Verteidiger Dr. Alexander Stevens zu Wort und bestätigte technische Auffälligkeiten: "Wir Verteidiger haben während des Prozesses festgestellt, dass eines der drei in Augenschein genommenen Videos an einer neuralgischen Stelle einen Zeitsprung aufweist – zwei Sekunden fehlen."
Ob daran bewusst "herummanipuliert" wurde oder ob es sich um einen technischen Fehler beim Kopieren gehandelt habe, sei offen geblieben. Entscheidend sei aber, dass die Polizei gar nicht das Original vom Server, sondern erst zwei Tage später Kopien auf einem USB-Stick erhalten habe. Für das eigentliche Verfahren habe dieser Umstand laut Stevens keine Rolle gespielt. Worum es juristisch wirklich ging, legt der Anwalt deutlich dar: Angeklagt gewesen sei ausschließlich eine angeblich antisemitische Behauptung des Hotelmitarbeiters. "Genau diese Aussage hat nicht stattgefunden. Und genau dafür hat sich Gil Ofarim entschuldigt", schrieb der Jurist.
Interessant ist auch ein weiterer Punkt, den Stevens ansprach: Ein neutraler Zeuge habe vor Gericht ausgesagt, den Davidstern gesehen zu haben. Aus Sicht des Anwalts spielte das jedoch "keine Rolle, da das Tragen des Sterns keine zwingende Voraussetzung für eine Beleidigung ist – zumal ja anhand einer Zeugenaussage festgestellt wurde, dass der Hotelmanager keinerlei Beleidigungen geäußert hat und damit diese Anschuldigung falsch war, wofür sich Gil Ofarim auch entschuldigt hat." Zudem betonte er in einem weiteren Video, dass mit seinen Äußerungen zu dem Fall "in keinster Weise in Abrede gestellt werden" solle, dass festgestellt wurde, Gil sei nicht von dem Hotelmitarbeiter diskriminiert worden. Er wolle dies weder relativieren noch verharmlosen.









