Warum Scarlett Johansson fast ihre Karriere beendete
Scarlett Johansson (41) spricht überraschend offen darüber, wie nahe sie einst daran war, ihre Hollywood-Karriere hinzuschmeißen. Im Podcast "Armchair Expert" blickt die Schauspielerin auf die Zeit vor ihrem Durchbruch als Black Widow zurück – und zeichnet ein ernüchterndes Bild. Sie erzählt, dass sie in ihren frühen Rollen häufig als verführerische Figur besetzt wurde und sich dadurch in eine Ecke gedrängt fühlte. Der Wendepunkt kam mit dem Marvel-Universum: Als Black Widow zeigte Scarlett, was sie wirklich kann – Action, Intelligenz, Tiefe. Die Gespräche darüber, wie es dazu kam, veröffentlichte der Podcast bereits 2022, doch Scarletts Worte treffen auch heute noch einen Nerv. Sie schildert, mit wem sie sprach, was sie empfand und wie sich ihr Blick auf die Branche veränderte. Dem Action-Genre bleibt Scarlett auch in Zukunft treu, denn sie steht schon bald für "Batman 2" vor der Kamera.
Klar wird im Gespräch, wie sehr sie die Jahre vor Marvel belastet haben. "Ich wurde so objektiviert und in eine Schublade gesteckt, dass ich das Gefühl hatte, keine Arbeit mehr für das zu bekommen, was ich wirklich wollte", sagt Scarlett im "Armchair Expert". Sie erinnert sich sogar daran, gedacht zu haben: "Die Leute halten mich wohl für 40." Ausgelöst wurde dieses Image unter anderem durch frühe Rollen wie in "Lost in Translation", in dem sie als 19-Jährige an der Seite von Bill Murray (75) eine romantische Partnerin spielte. Mit Black Widow änderte sich die Dynamik: Ihre Figur war kompetent, verletzlich und souverän – und öffnete Türen zu ganz anderen Projekten. Danach wagte sich Scarlett verstärkt an unabhängige Stücke wie "Her" und "Under the Skin". Später krönte sie diesen Kurs mit gleich zwei Oscar-Nominierungen in einem Jahr – für "Marriage Story" und "Jojo Rabbit".
Abseits des roten Teppichs pflegt Scarlett ein bodenständiges Privatleben und vermeidet großes Tamtam um ihre Familie. Freundinnen und Freunde beschreiben sie als jemanden, der gern kocht, viel liest und in ruhigen Momenten Musik auflegt – ein Hinweis auf ihre zweite Leidenschaft, die sie immer wieder öffentlich macht. Die Schauspielerin hat mehrfach betont, wie wichtig ihr ein stabiles Umfeld ist, um kreativ zu bleiben und neue Facetten an sich zu entdecken. In Interviews erzählt sie, dass echte Auszeiten mit den Liebsten ihr helfen, Rollen bewusster zu wählen und Grenzen zu setzen. Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis ihrer neuen Gelassenheit: Die Kunst darf fordern, das Leben darf schützen. So bleibt Scarlett neugierig – und ihr Kompass klar.








