Scarlett Johansson kritisiert KI-Diebstahl in Hollywood
Scarlett Johansson (41) setzt ein Zeichen: Die Schauspielerin hat einen offenen Brief unterschrieben, in dem große Tech-Konzerne scharf für den Umgang mit urheberrechtlich geschützten Werken kritisiert werden. Zusammen mit rund 700 weiteren Persönlichkeiten der Unterhaltungsbranche fordert sie Tech-Unternehmen auf, damit aufzuhören, urheberrechtlich geschützte künstlerische Werke zur Schulung ihrer KI-Modelle zu "stehlen". Auch Schauspielerin Cate Blanchett (56) und Filmregisseur Joseph Gordon-Levitt (44) unterstützen die Bewegung namens "Stealing Isn’t Innovation" der Human Artistry Campaign, wie das Branchenmagazin Deadline berichtet.
Auf der Website der Initiative sind die Namen aller Unterzeichner aufgeführt, dazu ein klares Statement: "Künstler, Autoren und Kreative aller Art tun sich mit einer einfachen Botschaft zusammen: Unser Werk zu stehlen, ist keine Innovation. Es ist kein Fortschritt. Es ist Diebstahl – schlicht und einfach", heißt es dort. Die Gruppe kritisiert, dass einige der "größten Tech-Unternehmen", teils finanziert von Private-Equity-Gesellschaften, Inhalte von Filmschaffenden, Musikerinnen und Autoren nutzen, um ihre KI-Modelle zu trainieren – ohne Erlaubnis und ohne Rücksicht auf das Urheberrecht. Stattdessen fordert die Kampagne transparente Lizenzverträge und freiwillige, faire Partnerschaften: "Es ist möglich, alles zu haben. Wir können fortschrittliche, sich rasant entwickelnde KI haben und gleichzeitig sicherstellen, dass die Rechte der Kreativen respektiert werden", betont das Manifest.
Für Scarlett ist der neue Brief auch eine Fortsetzung eines persönlichen Kampfes gegen die rasanten Entwicklungen im Bereich KI. Die Schauspielerin hatte bereits 2024 juristische Schritte gegen OpenAI angedroht, nachdem ein ChatGPT-Sprachassistent veröffentlicht worden war. Ihrer Ansicht nach ähnelte die Stimme zu sehr ihrer eigenen. Die zweifache Mutter hatte schon damals in Interviews deutlich gemacht, wie wichtig ihr Kontrolle über ihr Image und ihre Stimme ist – beides zentrale Bestandteile ihrer Karriere, die sie über viele Jahre aufgebaut hat. Dass sie sich nun an der Seite anderer Hollywood-Stars und Musiker öffentlich gegen unautorisierte KI-Nutzung stellt, passt zu ihrem bisherigen Umgang mit dem Thema, bei dem sie immer wieder den Schutz kreativer Arbeit und persönlicher Identität betont.






