Marius Borg Høibys Vater wurde von Polizei als Zeuge befragt
In Oslo sorgt der Vergewaltigungsprozess gegen Marius Borg Høiby (29) weiter für Aufsehen – und zieht nun auch seinen leiblichen Vater Morten Borg direkt in die Ermittlungen. Während am Dienstag, dem 10. Februar, die zweite Woche des Verfahrens begann und heute der sechste Verhandlungstag ansteht, wurde bekannt, dass Morten bereits in der vergangenen Woche von der Polizei als Zeuge vernommen worden sein soll. Nach Informationen der Zeitung Aftenposten hängt die Befragung mit der jüngsten Festnahme von Marius kurz vor Prozessbeginn zusammen. Der 29-Jährige, der sich seit dem 3. Februar in Untersuchungshaft befindet, soll eine Freundin mit einem Messer bedroht und ein bestehendes Kontaktverbot missachtet haben.
Die Polizei nahm Marius in der Nacht zum 2. Februar in einem Krankenhaus in Oslo fest, in das er zuvor eingeliefert worden war. Laut dem Blatt hatte eine Person, die der mutmaßlich bedrohten Frau nahesteht, die Behörden alarmiert. Weder Morten noch die Polizei wollten sich zu den genauen Inhalten der Vernehmung äußern, doch sie soll im Zusammenhang mit der Festnahme und den laufenden Ermittlungen stehen. Im Gerichtssaal schilderte Marius in der ersten Prozesswoche, er habe unter starken Medikamenten gestanden und entschuldigte sich mehrfach bei Richter und Schöffen dafür, dass er deshalb "etwas langsam" wirke. Neben den neuen Vorwürfen muss er sich bereits seit Anfang Februar in insgesamt 38 Anklagepunkten verantworten.
Trotz der schwierigen Lage gilt das Verhältnis zwischen Marius und Morten als eng. Schon als Kind verbrachte Marius regelmäßig Wochenenden bei seinem Vater, die beiden reisten immer wieder gemeinsam in den Urlaub. Berichten zufolge soll Marius im vergangenen Jahr, als bereits gegen ihn ermittelt wurde, einige Zeit in Mortens Ferienhaus am Oslofjord untergekommen sein. Kronprinzessin Mette-Marit (52) trennte sich kurz nach der Geburt ihres Sohnes von Morten, blieb aber über das gemeinsame Kind mit ihm verbunden. Morten, der früher selbst wegen Kokainbesitzes verurteilt wurde und heute zurückgezogen als Finanzberater leben soll, meidet die Öffentlichkeit konsequent.








