Mette-Marit pausiert Schirmherrschaft wegen Epstein-Akten

Mette-Marit pausiert Schirmherrschaft wegen Epstein-Akten

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min

Kronprinzessin Mette-Marit (52) steht unter erneutem Druck: In Oslo hat der Rat für psychische Gesundheit angekündigt, die Zusammenarbeit mit der 52-Jährigen "bis auf Weiteres" zu pausieren. Die Entscheidung folgt auf die jüngsten Enthüllungen aus den sogenannten Epstein-Akten, in denen die Norwegerin mehrfach erwähnt wird. Laut NRK seien für dieses Jahr keine gemeinsamen Termine oder Aktivitäten geplant. Generalsekretärin Tove Gundersen erklärte gegenüber dem Sender: "Wir halten es für vernünftig, dass sie in dieser kritischen und ernsten Situation Raum bekommt", hieß es. Zuvor hatte die Kronprinzessin öffentlich um Entschuldigung gebeten und ihren Umgang mit Jeffrey Epstein (†66) als "einfach peinlich" bezeichnet. Auch König Harald und Königin Sonja (88) bat sie laut Hofmitteilung um Verzeihung.

Der Rückzug des Rats ist nicht der erste Einschnitt: Kurz nach Veröffentlichung neuer Unterlagen aus den USA verlor Mette-Marit bereits ihr Patronat bei der Sex and Society Foundation. Der Hof sprach von einer "sehr fordernden Situation", in der die Kronprinzessin Zeit brauche, um sich zu sammeln. In einer aktualisierten Erklärung auf den offiziellen Kanälen des Königshauses sagte Mette-Marit: "Ich möchte mein tiefstes Bedauern über meine Freundschaft mit Jeffrey Epstein ausdrücken. Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe." Zudem distanzierte sich der Hof deutlich von Epsteins Taten und betonte, Mette-Marit sei "sehr traurig", nicht früher erkannt zu haben, mit wem sie es zu tun hatte. Ob die pausierten Patronate im kommenden Jahr wieder aufgenommen werden, ist offen; für 2026 seien keine Aktivitäten mit der Kronprinzessin geplant, so der Rat.

Für zusätzlichen Wirbel sorgt parallel der Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29), der in Oslo vor Gericht steht und die schwersten Vorwürfe bestreitet. Während die öffentliche Debatte in Norwegen an Fahrt aufnimmt, rückt das private Gefüge der Familie in den Mittelpunkt. Mette-Marit ist seit vielen Jahren an der Seite von Kronprinz Haakon (52), mit dem sie zwei gemeinsame Kinder hat; dazu kommt ihr ältester Sohn aus einer früheren Beziehung. Sie gilt im Königshaus als jemand, der soziale Themen gern persönlich angeht, Termine intensiv vorbereitet und bei Begegnungen häufig den direkten Austausch sucht. Freunde beschreiben die Kronprinzessin als zugewandt und pragmatisch, jemand, der im kleinen Kreis Ruhe sucht und Kraft aus familiären Routinen schöpft. In Zeiten wie diesen sind es genau diese stillen Rückzugsorte, auf die die Familie setzt.

Kronprinzessin Mette-Marit im März 2025 in Oslo
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit im März 2025 in Oslo
Kronprinzessin Mette-Marit im Juli 2025 in Stavanger
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit im Juli 2025 in Stavanger
Marius Borg Høiby und Mette-Marit von Norwegen
Getty Images
Marius Borg Høiby und Mette-Marit von Norwegen
Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon, Oktober 2024
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit und Kronprinz Haakon, Oktober 2024
Wie bewertet ihr, dass der Rat die Zusammenarbeit mit Mette-Marit pausiert?