Liebe ohne Trauschein: Darum wollte Iris Berben nie heiraten
Iris Berben (75) und Heiner Lauterbach (72) lassen im Gespräch mit dem Magazin Bunte die Funken sprühen – auf der Leinwand wie im echten Lebenstalk. Für ihren neuen Film "Ein fast perfekter Antrag" trafen sich die beiden Schauspielstars zum Doppel-Interview, das am Rande der Promo-Tour stattfand. Iris, seit vielen Jahren fest liiert, aber unverheiratet, plaudert offen darüber, wie viele Anträge sie schon bekommen hat. "Vier", sagt sie – und macht sofort klar, warum das Thema sie bis heute kalt lässt.
Was Iris so bestimmt macht, führt sie in dem Interview aus: Als "Kind der 60er-Jahre" sei sie politisiert aufgewachsen, Ehe habe in diesem Weltbild keine zentrale Rolle gespielt. Daran hat sich für die Schauspielerin bis heute nichts geändert. Stattdessen verweist sie auf die Substanz ihrer Beziehungen: Die vorige Partnerschaft hielt 32 Jahre, die aktuelle dauert bereits seit 19 Jahren an – "eheähnliche Verhältnisse", wie sie betont, der Rest sei "reine Papiersache". Heiner, der in "Ein fast perfekter Antrag" mit ihr charmant die Grenzen zwischen Romantik und Realität verhandelt, kontert mit trockenem Humor auf seine eigene Vergangenheit: Zwei Anträge, beide nicht filmreif, aber ehrlich. So entsteht im Dialog ein Gegenentwurf zum klassischen Heiratsmärchen – getragen von Erfahrung, Haltung und einem Augenzwinkern.
Iris Berben, die in Deutschland längst als eine Ikone der Schauspielkunst gilt, lässt mit dieser Aussage eine tiefe persönliche Haltung durchblicken. Erst vor Kurzem sprach sie in einem anderen Interview darüber, wie sehr sie es schätzt, dass sie neue Seiten an sich entdecken kann, selbst nach all den Jahren. Dies verdeutlicht ihre Offenheit und die Freude, die sie am Leben und an zwischenmenschlichen Beziehungen hat. Es ist genau diese persönliche und offene Art, die sie sowohl auf der Leinwand als auch abseits davon so faszinierend macht.








