

Mord und Komik: Pastewka mimt Detektiv in Litauen
Bastian Pastewka (53) meldet sich mit einem frischen Krimi-Coup zurück: In "Fabian und die mörderische Hochzeit" stolpert der LOL: Last One Laughing-Star in Litauen direkt in eine deutsche Hochzeitsgesellschaft, tarnt sich erst als Fotograf und schließlich als vermeintlicher BKA-Ermittler. In einem abgeschotteten Herrenhaus nahe Vilnius treffen skurrile Verwandte, ein mysteriöses Erbstück und jede Menge falsche Fährten aufeinander. Als eine Frau tot aufgefunden wird und die sagenumwobene Venus von Wildenfeld verschwindet, setzt Fabian alles daran, sich zu retten – und ganz nebenbei die Wahrheit zu finden. Der Film feierte am 6. Februar seinen Start und verspricht 100 Minuten Rätselspaß mit augenzwinkernden Anleihen an "Knives Out" und die Klassiker von Agatha Christie.
Der Krimi von Regisseur Markus Sehr versammelt ein Verdächtigen-Ensemble, in dem unter anderem Barbara Philipp, Bernhard Schütz und Ercan Durmaz auffallen. Pastewka spielt keinen Detektiv, sondern einen Hochstapler, der sich in die Rolle des Ermittlers rettet – und genau daraus zieht die Geschichte ihren Charme. Die Villa, ein lachsfarbener Traum im Schnee, wird zur Bühne für Frontenwechsel, listige Alibis und eine lange Enthüllungsrede, die das Genre liebevoll zitiert. "Fabian und die mörderische Hochzeit" ist, wie Filmstarts schreibt, "auf den gut aufgelegten Bastian zugeschnitten", mit weniger doppelbödigen Wendungen, dafür mit viel Atmosphäre, farbenfrohen Kostümen und detailverliebten Interieurs. Auch Moviepilot lobt den kuscheligen Whodunit-Fluss: Mord, exzentrische Figuren, falsche Spuren und am Ende die theatralische Auflösung im besten Christie-Geist.
Für Fans ist es auch ein kleines Wiedersehen mit einem bekannten Gesicht, das sich immer wieder neu erfindet. Bastian wurde in "Die Wochenshow" einem Millionenpublikum vertraut, feierte mit "Pastewka" Serienkult und fand bei Amazon mit "LOL" und der romantischen Serie "Perfekt verpasst" eine neue Heimat. Privat gibt er sich gern bodenständig und punktet in Interviews mit trockenem Humor, der auch abseits der Kamera mitschwingt. Seine Spielfreude zeigt sich nicht nur in Slapstick-Momenten, sondern auch in leisen Zwischentönen, wenn er Unsicherheit, Chuzpe und Charme balanciert. Wer ihn länger verfolgt, kennt die liebevolle Detailversessenheit, mit der er Figuren anlegt – und genau die sorgt nun dafür, dass selbst ein Gang durch die verschneite Villa zur kleinen Show wird.







