

Wilde Partynacht kostet Rapper Gzuz 75.000 Euro Strafe
Eine Nacht auf dem Kiez, ein hitziger Wortwechsel und am Ende ein teurer Dämpfer: Gzuz (37), bürgerlich Kristoffer Jonas Klauß, ist nach einer Kontrolle auf der Hamburger Reeperbahn zur Kasse gebeten worden. In den frühen Stunden des 22. März 2025 geriet der Rapper der 187 Strassenbande am Beatles-Platz mit mehreren Polizisten aneinander, nachdem die Beamten bei einer verdachtsunabhängigen Kontrolle ein Plastikröhrchen mit weißem Pulver gefunden hatten. Es kam zu lautstarken Diskussionen mit mindestens fünf Einsatzkräften, in deren Verlauf Gzuz laut Video-Aufnahmen "Halt die Fresse" in Richtung der Beamten rief. Jetzt steht fest: Für Drogenbesitz und Beleidigung zahlt er 75.000 Euro – ein Strafbefehl, den er akzeptiert hat.
Die Bestätigung lieferte Oberstaatsanwältin Melina Traumann gegenüber der Bild: "Gegen den Angeklagten ist wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln und Beleidigung ein Strafbefehl über eine Gesamtgeldstrafe in Höhe von 75.000 Euro verhängt worden". Weiter sagte sie, der Strafbefehl sei am 8. Dezember 2025 erlassen und seit dem 30. Dezember rechtskräftig. Weiter hieß es, dass Gzuz keinen Einspruch eingelegt habe. Damit bleibt ihm eine öffentliche Hauptverhandlung erspart. Brisant: Zum Zeitpunkt der Kontrolle stand der Musiker noch unter Bewährung. Das Handyvideo der Kiez-Szene landete später auf TikTok, sammelte millionenfache Aufrufe und zeigte den Rapper, wie er den Fund bestreitet und den Polizisten begegnet, bevor er abgeführt und in einen Einsatzwagen gesetzt wurde.
Abseits aller rechtlichen Probleme fiel Gzuz im vergangenen Jahr musikalisch durch einen überraschenden Stilwechsel auf. In Zusammenarbeit mit dem Schlagerrapper Tream veröffentlichte er die humorvolle Single "Après Ski", die Gangsterrap mit Schlagerelementen kombiniert und für Aufsehen sorgte. Der Song zeigt eine andere, weniger ernste Seite des Rappers und wurde rechtzeitig für die Wintersaison herausgebracht. Diese Mischung aus Rap und Schlager macht Gzuz trotz seiner oft schweren Themen zu einem Künstler, der sein Publikum immer wieder zu überraschen weiß.






