Michelle Yeoh ist von "Wicked"-Pleite bei Oscars enttäuscht

Michelle Yeoh ist von "Wicked"-Pleite bei Oscars enttäuscht

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min

Michelle Yeoh (63) platzte in Berlin der Kragen: Kurz vor der Verleihung ihres Goldenen Ehrenbären bei der 76. Berlinale sprach die Schauspielerin offen über ihren Frust, dass Wicked: For Good bei den Oscars 2026 komplett übergangen worden ist. Gegenüber Variety sagte Michelle, sie stehe "unter Schock", obwohl sie "nicht überrascht" sei, dass das Sequel keine einzige Nominierung bekommen hat. Besonders bitter: Auch die gefeierten Hauptdarstellerinnen Ariana Grande (32) und Cynthia Erivo (39), mit denen Michelle in den beiden "Wicked"-Filmen vor der Kamera stand, tauchen in diesem Jahr in keiner Darstellerkategorie auf – ein harter Kontrast zum Vorgänger, der im vergangenen Jahr noch als großer Academy-Liebling galt.

Im Interview verteidigte Michelle den zweiten Teil leidenschaftlich. "Ich glaube, manchmal liegt das Problem darin, dass die Leute denken: 'Oh, ihr habt mit dem ersten Film schon so viel erreicht, lasst auch anderen eine Chance.' Aber dann denkt man sich: 'Nein, komm schon!' Es ist so ein wunderschöner, gut gemachter Film." Sie betonte, dass "Wicked: For Good" keine simple Kopie des ersten Teils sei: "Es ist aufwendiger und es gibt so viele neue Orte." Ginge es nach Michelle, hätte das Fantasy-Musical mindestens in den kreativen Sparten gewürdigt werden müssen. Sie nannte konkret Kostümdesigner Paul Tazewell, Hair- und Make-up-Teams, Kamerafrau Alice Brooks, Regisseur Jon Chu (46) und das Set-Design. Während Michelle ihre Enttäuschung offen anspricht, herrscht an anderer Stelle Funkstille: Ariana und Cynthia haben sich bislang nicht zu der Oscar-Pleite geäußert.

Hinter den Kulissen sorgt derweil die Promotour der Sängerinnen für Gesprächsstoff, die eventuell Auslöser des Oscar-Zoffs sein könnte. Ein anonymer Oscar-Wähler lästerte bei NewsNation, er sei von den Auftritten von Ariana und Cynthia "komplett abgetörnt" gewesen; in ihrem Bemühen, authentisch zu wirken, hätten sie eher wie im "Cosplay" gewirkt. Ein anderes Academy-Mitglied meinte sogar, die beiden hätten "jede Red-Carpet-Situation dominiert" und vielen sei das zu viel geworden – inklusive der inzwischen viral verspotteten Aura-Beschreibungen und innigen Gesten auf den Teppichen. Michelle blieb in Berlin trotzdem bei ihrer Rolle als Beschützerin des "Wicked"-Teams: Sie erzählt, Regisseur Jon Chu sei für sie "wie ein adoptierter Sohn", mit dem sie nach "Crazy Rich Asians" und den beiden Hexen-Musicals nicht nur beruflich, sondern auch menschlich eng verbunden sei.

Michelle Yeoh, Schauspielerin
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Michelle Yeoh, Schauspielerin
Jeff Goldblum, Ariana Grande, Ethan Slater, Jonathan Bailey, Cynthia Erivo und Michelle Yeoh
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Jeff Goldblum, Ariana Grande, Ethan Slater, Jonathan Bailey, Cynthia Erivo und Michelle Yeoh
Cynthia Erivo und Ariana Grande bei der New-York-Premiere von "Wicked: For Good!" im David Geffen Hall am 17. November 2025
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Cynthia Erivo und Ariana Grande bei der New-York-Premiere von "Wicked: For Good!" im David Geffen Hall am 17. November 2025
Könnt ihr Michelles Ärger über die Oscar-Nullnummer von "Wicked: For Good" nachvollziehen?