Schuldgefühl: Gordon Ramsay reflektiert über Rolle als Vater
Gordon Ramsay wird in seiner neuen Netflix-Serie "Being Gordon Ramsay" sehr persönlich und reflektiert über seine Rolle als Vater. In der ersten Folge der Dokumentation, die am 18. Februar auf Netflix startet, spricht der 59-jährige Koch offen über seine schwierige Kindheit mit seinem alkoholkranken Vater und gibt zu, dass er bei seinen vier ältesten Kindern – Tochter Megan, den Zwillingen Holly und Jack sowie Tilly – oft die Arbeit vor der Familie priorisiert habe. "Ich liebe die Kinder über alles. Ein Teil dieser Liebe und Zuneigung hat sich durch Schuldgefühle aufgebaut", erklärt Gordon in der sechsteiligen Doku-Serie. Seine älteren Kinder hätten ihm deutlich gemacht: "Können wir dich öfter sehen?" und "Papa, wir vermissen dich."
Die Beziehung zu seinem eigenen Vater, der ebenfalls Gordon hieß, beschreibt der TV-Star als "qualvoll". Er erinnert sich daran, wie er an Wochenenden fast zuschauen musste, wie sein Vater sein Leben durch Alkohol ruinierte. "Es ist schwer, oder, wenn jemand Alkoholiker ist? Es ist sehr schwer, sich in ihn hineinzuversetzen, weil man einfach … nervös ist." Und er fügte hinzu: "Man macht sich Sorgen, wenn die Flasche Bacardi verschwindet, weil man weiß, was am Ende passiert." Trotz seines späteren Erfolgs – 2001 wurde Gordon als erster Schotte mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet – bedeutete seine Karriere auch, dass er weniger Zeit zu Hause bei seiner Frau Tana Ramsay (50) und den Kindern verbringen konnte, obwohl er sich geschworen hatte, ein besserer Vater zu werden als sein eigener.
Gordon ist fest entschlossen, bei seinen beiden jüngsten Kindern Oscar und Jesse mehr präsent zu sein. "Ich werde mir mehr Zeit nehmen, weil ich nicht will, dass sie sagen: 'Du warst nicht bei meinem ersten Schultag dabei'", erklärt der Koch. Seine Kindheit war von Instabilität geprägt – die Familie lebte in 15 verschiedenen Sozialwohnungen, während seine Mutter drei Jobs hatte, um die Familie über Wasser zu halten. Sein Bruder Ronnie wurde heroinsüchtig, während Gordon selbst nach einer abgebrochenen Fußballkarriere aufgrund einer Knieverletzung zur Kochkunst fand. Die neue Serie von Netflix zeigt nicht nur sein Familienleben mit Tana und ihren sechs Kindern, sondern begleitet ihn auch bei der Eröffnung von fünf Restaurantkonzepten in einem Londoner Hochhaus.








