Vierte Behörde ermittelt gegen Andrew Mountbatten-Windsor
Andrew Mountbatten-Windsor (65) gerät immer weiter unter Druck: Nun hat die Essex Police als vierte Polizeibehörde in Großbritannien bestätigt, dass sie Vorwürfe im Zusammenhang mit Jeffrey Epsteins (†66) Aktivitäten untersucht. Die Beamten prüfen Informationen, die aus kürzlich veröffentlichten Akten hervorgegangen sind und darauf hindeuten, dass der verurteilte Pädophile und Finanzier mittels Privatflüge Frauen zum Zweck des Sexhandels über den Flughafen Stansted nach Großbritannien geschleust haben könnte. Flugprotokolle zeigen, dass Jeffreys sogenannter "Lolita Express" zwischen den 1990er Jahren und 2018 bis zu 90 Mal auf britischen Flughäfen gelandet oder von dort gestartet ist. Andrew, der in den veröffentlichten Dokumenten prominent vorkommt, sieht sich laut Daily Mail damit erneut mit erheblichen Anschuldigungen konfrontiert.
Die Essex Police ist nicht die einzige Behörde, die in diesem Fall ermittelt. Die Thames Valley Police untersucht bereits Behauptungen, dass Jeffrey 2010 eine junge Frau für eine sexuelle Begegnung mit Andrew in dessen Royal Lodge in Windsor nach Großbritannien geschickt habe. Zudem prüfen die Ermittler, ob der Ex-Royal wegen Amtsmissbrauchs belangt werden könnte, da er während seiner Zeit als Handelsbeauftragter zwischen 2001 und 2011 vertrauliche Berichte an Jeffrey weitergeleitet haben soll. Auch die Surrey Police soll in Zusammenhang mit einem historischen Missbrauchsvorwurf gegen Andrew, der in den Akten zu finden ist, um ungeschwärzte Dateien bitten. Der frühere britische Premierminister Gordon Brown forderte zuletzt, die Polizei müsse dringend untersuchen, ob Opfer über Jeffreys Flüge nach Großbritannien geschleust wurden, und Andrew solle dabei befragt werden.
Um die verschiedenen Ermittlungsstränge zu koordinieren, haben die Polizeichefs laut Daily Mail eine nationale Koordinierungsgruppe eingerichtet, die vom National Police Chiefs' Council geleitet wird. Andrew war von seinem Bruder, König Charles (77), bereits im vergangenen Jahr seiner royalen Titel enthoben worden, nachdem seine Verbindungen zu Jeffrey öffentlich wurden. Rechtsexperten betonen, dass der Ex-Royal – anders als König Charles – keine strafrechtliche Immunität genießt und sich deshalb grundsätzlich strafrechtlichen Ermittlungen stellen müsste. Der ehemalige Prinz hat jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Jeffrey immer zurückgewiesen und bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nach wie vor.









