Im Maischberger-Gespräch: Hillary Clinton schützt ihren Mann

Im Maischberger-Gespräch: Hillary Clinton schützt ihren Mann

- Sandra Janke
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Hillary Clinton (78) hat in der ARD-Talksendung "Maischberger" jegliche persönliche Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) zurückgewiesen. "Ich habe ihn nie getroffen", stellte die ehemalige US-Außenministerin und frühere First Lady unmissverständlich klar. Zwar schloss sie nicht komplett aus, ihm möglicherweise einmal flüchtig begegnet zu sein – "Jemand sagte, ich hätte ihm einmal bei einem Empfang die Hand geschüttelt, aber daran kann ich mich nicht erinnern", so Hillary. Auch ihren Ehemann, den früheren US-Präsidenten Bill Clinton (79), nahm sie in Schutz: "Mein Mann hat ihn nur getroffen, weil er ein Flugzeug zur Verfügung gestellt hat, um Wohltätigkeitsprojekte zu besuchen, die Bill im Zusammenhang mit HIV/Aids durchgeführt hat. Das Angebot mit dem Flugzeug endete Jahre, bevor er verurteilt wurde."

Für die geplante Aussage vor einem US-Kongressausschuss Ende Februar zeigte sich Hillary kämpferisch. "Wir haben nichts zu verbergen, wir haben gesagt, dass wir öffentlich aussagen werden. Das würden wir sogar vorziehen. Wir wollen Transparenz. Sonnenlicht ist das beste Desinfektionsmittel", betonte sie bei Sandra Maischberger (59). Doch die Demokratin ging auch scharf auf US-Präsident Donald Trump (79) und dessen Regierung los. Sie warf ihm vor, die Aufklärung in dem Fall gezielt zu blockieren. Dies sei ein "bewusster Versuch, Trump zu schützen", sagte die Politikerin. "Die Art und Weise, wie diese Regierung versucht hat, diese Akten zu verbergen, sich über das Gesetz hinwegzusetzen, lässt mich vermuten, dass sie etwas zu verbergen haben."

Bill und Hillary hatten zunächst zugestimmt, vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses auszusagen. Ursprünglich sollten die beiden Anfang Februar erscheinen, blieben dem Termin jedoch fern und ließen über Anwälte erklären, die Vorladungen seien "rechtlich ungültig". Der verstorbene US-Investor Jeffrey Epstein war 2008 erstmals wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. 2019 wurde er wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen erneut festgenommen. Im August 2019 wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte Unternehmer soll mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben.

Hillary und Bill Clinton in New York
Getty Images
Hillary und Bill Clinton in New York
Sandra Maischberger im September 2015
Getty Images
Sandra Maischberger im September 2015
Bill Clinton im Gespräch mit Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell, 1993
IMAGO / Avalon.red
Bill Clinton im Gespräch mit Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell, 1993
Klingt Hillarys Erklärung zu Bill und Jeffrey Epstein für euch plausibel?