Umfrage zeigt: So unbeliebt sind Norweger-Royals jetzt

Umfrage zeigt: So unbeliebt sind Norweger-Royals jetzt

- Helena Neukam
Lesezeit: 2 min

Die norwegische Königsfamilie erlebt eine beispiellose Vertrauenskrise. Während König Harald (89) am vergangenen Samstag seinen 89. Geburtstag feierte und der Hof dazu ein neues Porträt veröffentlichte, das ihn mit seinen beiden Thronfolgern Kronprinz Haakon (52) und Prinzessin Ingrid Alexandra (22) zeigt, machte der Sender NRK zeitgleich erschreckende Umfragewerte publik. Laut einer zwischen dem 17. und 19. Februar durchgeführten Befragung unter 1.009 Norwegern unterstützen nur noch 60 Prozent der Bevölkerung die Monarchie – ein drastischer Rückgang gegenüber 70 Prozent im Januar und 66 Prozent Anfang Februar. Es handelt sich um den niedrigsten Wert, den das Daten-Portal Norstat je für NRK gemessen hat.

Während König Harald persönlich weiterhin großes Vertrauen genießt und auf einer Skala von 1 bis 10 einen Wert von 9,2 Punkten erreicht, zeigt sich bei anderen Familienmitgliedern ein dramatisches Bild. Besonders drastisch ist der Einbruch bei Kronprinzessin Mette-Marit (52), deren Wert sich von 7,4 auf nur noch 3,7 nahezu halbierte. Königin Sonja (88) kommt auf 8,6 Punkte, Kronprinz Haakon auf 7,9 und Prinzessin Ingrid Alexandra auf 7,3 Punkte. Prinzessin Märtha Louise (54) liegt mit 3,1 Punkten sogar noch unter Mette-Marit. Harald Stanghelle, Kommentator bei der norwegischen Zeitung Aftenposten, ordnet die Zahlen ein: "Aus Sicht des Königshauses ist dies natürlich beunruhigend. Es handelt sich um einen dramatischen Rückgang, da die Abnahme innerhalb kurzer Zeit so groß ist."

Die Dauerkrisen im norwegischen Königshaus lassen sich nicht mehr ignorieren. Ende Januar gerieten die neu veröffentlichten Epstein-Akten in den Fokus, in denen Mette-Marits Name über tausend Mal auftaucht und die einen umfangreichen E-Mail-Verkehr zwischen ihr und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) dokumentieren. Die Unterlagen erwähnen auch einen Besuch in Jeffreys berüchtigter Villa in Palm Beach. Seit dem 3. Februar läuft zudem der Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29) vor dem Osloer Gericht, dem unter anderem vier Vergewaltigungen und häusliche Gewalt vorgeworfen werden. Zusätzlich sorgt Prinzessin Märtha Louise seit Jahren mit ihrem Ehemann Durek Verrett (51) für Diskussionen. Kritiker fordern mehr Transparenz über die Epstein-Verbindungen und warum der Umfang der Kontakte zunächst anders dargestellt wurde.

Prinzessin Mette-Marit, Prinz Haakon, Königin Sonja und König Harald von Norwegen
Jørgen Gomnæs, the Royal Court via Getty Images
Prinzessin Mette-Marit, Prinz Haakon, Königin Sonja und König Harald von Norwegen
Kronprinzessin Mette-Marit im Juli 2025 in Stavanger
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit im Juli 2025 in Stavanger
Marius Borg Høiby bei der Feier zum Nationalfeiertag in Skaugum, Norwegen
Imago
Marius Borg Høiby bei der Feier zum Nationalfeiertag in Skaugum, Norwegen
Wie schwer wiegt Mette-Marits Epstein-Verbindung fürs Ansehen des Hofes?