

Skurriler Post über Alysa Liu: Barbra Streisand in Kritik
Die Winterspiele in Mailand lieferten in diesem Jahr einen der emotionalsten Momente des gesamten Wettbewerbs: Alysa Liu holte Gold im Eiskunstlauf. Die junge Amerikanerin hatte sich jahrelang auf diesen Triumph hingearbeitet, und ganz Amerika feierte mit ihr. Auch Barbra Streisand (83), Musik-Legende und eine der wenigen EGOT-Trägerinnen überhaupt, ließ es sich nicht nehmen, der Athletin auf Instagram zu gratulieren. Ihr Ehemann James Brolin (85), so schrieb sie, habe ihr gezeigt, dass Alysa bereits 2019 zu ihrem Song "Don’t Rain on My Parade" aufgetreten sei: "Ich bin so stolz auf sie", tippte die Sängerin voller Enthusiasmus. Was dann folgte, hätte jemand in Barbras Umgebung vielleicht sanft unterbinden sollen – denn der Post nahm eine Wendung, mit der wohl niemand gerechnet hatte.
"Ich habe gehört, dass sie halb Chinesin ist", schrieb Barbra weiter und erzählte anschließend von ihrer ehemaligen Nachbarfamilie Choy in Brooklyn. "Seit ich 12 Jahre alt war, arbeitete ich in ihrem chinesischen Restaurant und passte auch auf ihre Kinder auf. Sie war wie eine zweite Mutter für mich", so die Musikerin. Unter dem Beitrag sammelten sich schnell spöttische und verärgerte Kommentare. "Wie mache ich die Goldmedaille einer asiatischen Frau zu meiner Geschichte? – Barbra wahrscheinlich", zitierte OK! einen Nutzer. Die Bildunterschrift sei eine "wilde Fahrt". "Habe gehört, [Alysa] ist Chinesin, poste ein Foto von Chinesen, die ich kenne. Unglaublich", beschwerte sich ein anderer. Schnell war die Rede von "Boomerposting" und einer Wortwahl, die "sehr oma-codiert" ist.
Zahlreiche Stimmen – darunter auch Menschen asiatischer Herkunft – verteidigten die Sängerin und ordneten den Post in einen anderen Rahmen ein. "Als Asiatin ist klar, dass sie es gut gemeint hat. Sie ist 83 Jahre alt und möchte einfach nur eine herzerwärmende Geschichte aus ihrer eigenen Kindheit erzählen und teilen. Ich fand ihre Bildunterschrift liebenswert", schrieb etwa eine Nutzerin. Andere zogen Parallelen zu Eltern oder Großeltern, die in gut gemeinten Momenten ebenfalls auf haarsträubende Assoziationsketten zurückgreifen. Bemerkenswert ist dabei, dass die Choys für Barbra keine spontane Eingebung darstellen: In ihrer über 900 Seiten langen Autobiografie "My Name Is Barbra" aus dem Jahr 2023 widmete sie der Familie bereits ausführliche Passagen.







