Für alle Fälle: Amanda Seyfried trug eine Anus-Prothese

Für alle Fälle: Amanda Seyfried trug eine Anus-Prothese

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min

Manchmal sind es die unerwarteten Momente in Interviews, die in Erinnerung bleiben – und Amanda Seyfried (40) hat mit einer Enthüllung während eines Radioauftritts beim britischen Sender BBC für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Die Schauspielerin war zu Gast in "The Scott Mills Breakfast Show" und sprach dabei über die Dreharbeiten zu ihrem Historienfilm "The Testament of Ann Lee". Was sie dabei preisgab, dürfte selbst hartgesottene Filmfans zum Schmunzeln gebracht haben: Für bestimmte Nacktszenen trug sie ein sogenanntes Prothesenafter – also eine künstliche Körperpartie, die eigens für den Dreh angefertigt wurde. "Dieser Film musste explizit sein, also hatte ich eine Anus-Prothese", so Amanda. Angesichts der ungewöhnlichen Enthüllung fragte Moderator Scott nach, wie sie diese Erfahrung erlebt habe – woraufhin die Schauspielerin entspannt antwortete: "Es war toll. Es war aufregend."

In "The Testament of Ann Lee" schlüpft Amanda in die Haut einer historischen Persönlichkeit: Ann Lee war eine englische Frau aus dem 18. Jahrhundert, die eine christliche Glaubensgemeinschaft gründete, die sogenannten Shakers. Der Film erzählt von den Anfängen dieser religiösen Bewegung und ihrem Weg von England in die amerikanischen Kolonien – ein Stoff, der sowohl spirituelle Tiefe als auch körperliche Verletzlichkeit verlangt. Besonders amüsant wurde es, als Amanda im Interview weitere Details zu einer Nacktszene am Ende des Films preisgab. "Ich war schwanger und nackt, aber ich war überhaupt nicht nackt, und am Ende des Films stehe ich vor einem brennenden Gebäude mit nur einem Schamhaarteil. Ich fühlte mich so frei", erklärte sie. Als Moderator Scott das Interview beenden wollte, fügte sie hinzu: "Man kann mein After in der Szene nicht sehen, aber ich schwöre, es gibt dort ein prothetisches After." Dies brachte Scott dazu, nachzufragen, warum die Produktion die Prothese überhaupt verwendet habe, wenn das Publikum sie nie zu Gesicht bekommt. "Nur für alle Fälle", antwortete Amanda trocken, bevor sie scherzhaft ergänzte: "Man muss die Leute ja ins Kino bekommen!"

Für Amanda, die zuletzt auf der Berlinale glänzte, ist der offenherzige Dreh nur ein Kapitel in einer langen Karriere, in der sie immer wieder mit mutigen Rollen überrascht. Sie wurde durch Filme wie Mamma Mia! und "Les Misérables" weltweit bekannt und steht seit ihrer Jugend vor der Kamera. Zuletzt spielte sie an der Seite von Sydney Sweeney (28) in "The Housemaid". Privat hält die Schauspielerin ihr Familienleben mit ihren zwei Kindern weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus und gibt nur gelegentlich kleine Einblicke in Interviews oder über soziale Medien. Umso außergewöhnlicher wirkt es, wenn die sonst eher zurückhaltende Hollywoodbeauty in einem Radiointerview so unverblümt von den besonderen Tricks und Kniffen am Set erzählt.

Amanda Seyfried bei den Astra Film Awards 2026 im Sofitel Los Angeles at Beverly Hills, Januar 2026
Getty Images
Amanda Seyfried bei den Astra Film Awards 2026 im Sofitel Los Angeles at Beverly Hills, Januar 2026
Amanda Seyfried auf der Berlinale 2026
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Amanda Seyfried auf der Berlinale 2026
Amanda Seyfried und Sydney Sweeney bei der New-York-Premiere von "The Housemaid", Dezember 2025
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Amanda Seyfried und Sydney Sweeney bei der New-York-Premiere von "The Housemaid", Dezember 2025
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