"Fummel und Firlefanz": Diesen Stars ist Oscar-Gewinn egal

"Fummel und Firlefanz": Diesen Stars ist Oscar-Gewinn egal

- Helena Neukam
Lesezeit: 2 min

Amanda Seyfried (40) macht kurz vor der großen Preis-Saison eine klare Ansage und die hat es in sich. Im Gespräch mit The New Yorker, veröffentlicht im Januar, erklärte die Schauspielerin, dass ihr ein Oscar-Gewinn egal sei. Wichtiger sei die Nominierung selbst, die Sichtbarkeit schaffe und Karrieren anschiebe. Mit Blick auf ihre gefeierte Rolle in "The Testament of Ann Lee" und ihren Blockbuster "The Housemaid" betonte Amanda, sie brauche keine Trophäe, um ihren Weg zu gehen. "Es ist nicht der Sieg, der wichtig ist. Es ist die Nominierung. Sie katapultiert dich nach vorn. Das ist Fakt", sagte sie dem Magazin. Die Botschaft: Türen öffnen sich durch die Shortlist, nicht durch die Goldstatue.

Ganz allein steht Amanda mit dieser Haltung nicht. Schon 2020 schimpfte Bradley Cooper (51) im Interview Magazine, die Preis-Saison sei "völlig bedeutungslos". Es gehe dabei nicht um Kunst, sondern um Eitelkeit und Ego. Anthony Hopkins (88) nannte das Gerangel um Trophäen gegenüber HuffPost einst "eine Art ekelhaft", weil zu viel Gefälligkeit im Spiel sei. Glenda Jackson (†87) sprach bei Entertainment Weekly über "Fummel und Firlefanz", Woody Allen (90) erklärte, er habe "keinen Respekt vor dieser Art Zeremonie", und Denzel Washington (71) sagte 2025 zu Jake’s Takes nüchtern: "Ich mache es nicht für die Oscars. Ich interessiere mich nicht für diesen Kram." Selbst Hollywood-Legende George C. Scott wollte seine "Patton"-Nominierung 1971 zurückziehen lassen, verglich die Show laut Time mit einer "Fleischparade" und blieb dem Spektakel fern.

Bei Amanda klingt trotz aller Deutlichkeit keine Verbitterung mit, sondern Strategie. Die Schauspielerin, die 2021 für "Mank" nominiert war, schwärmt von der Freiheit, zwischen Indie-Produktionen und Studiofilmen zu springen. "Jede einzelne Entscheidung in 'The Housemaid' war so kunstvoll wie in 'Ann Lee'", sagte sie dem New Yorker. Genau dieses Pendeln zwischen Arthouse und Mainstream will sie fortsetzen – ohne sich von Trophäen treiben zu lassen. Privat sucht die "Mank"-Darstellerin gern den Rückzug aufs Land und spricht in Interviews häufig davon, Arbeit und Familienalltag bewusst zu entkoppeln. Ihr Credo bleibt dabei klar: Sie ist bis hierher ohne Oscar gekommen und sieht keinen Grund, warum das morgen anders sein sollte.

Amanda Seyfried bei den Astra Film Awards 2026 im Sofitel Los Angeles at Beverly Hills, Januar 2026
Getty Images
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Anthony Hopkins spricht bei den 94. Academy Awards im Dolby Theatre in Hollywood
Getty Images
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Amanda Seyfried in New York, März 2025
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Amanda Seyfried in New York, März 2025
Nominierung statt Sieg: Wie klingt Amandas Oscar-Ansage für euch?