Designerin verklagt König Charles' Stiftung auf Millionen
Die Modedesignerin Amanda Navaian verklagt die Stiftung von König Charles (77) laut Daily Mail auf umgerechnet knapp sieben Millionen Euro Schadensersatz. Die 43-Jährige, Gründerin des Luxus-Handtaschenlabels Marici London, wirft dem King Charles III Charitable Trust, dem Wohltätigkeitsnetzwerk FareShare und Dori Dana-Haeri, die den Entwicklungsausschuss des Coronation Food Project leitet, Vertragsbruch und falsche Darstellungen vor. Amanda hatte ein prominentes Benefiz-Dinner in London sowie eine begleitende T-Shirt-Kampagne zugunsten des königlichen Coronation Food Project organisiert. Die Veranstaltung sollte im noblen japanischen Restaurant CLAP in Knightsbridge stattfinden und von Prominenten sowie Influencern besucht werden. Die Stylistin von Prinzessin Beatrice (37), Olivia Buckingham, sollte das Event kuratieren.
Nach Amandas Darstellung kam es im April 2024 während eines Zoom-Meetings zu einer mündlichen Vereinbarung mit den Verantwortlichen des Projekts. Doch das Dinner und die geplante Kampagne wurden kurzfristig abgesagt, nachdem die Kooperationspartner aus dem Projekt ausgestiegen waren. Die Designerin, die sich selbst als Bewunderin des Königs und seiner umweltfreundlichen Werte bezeichnet, erklärte vor dem High Court in London, dass die Last-Minute-Absage ihr gesamtes "Ökosystem zum Einsturz gebracht" habe. "Das Ergebnis der Absage führte dazu, dass ich sehr lange Zeit nicht arbeiten konnte und mir Verluste entstanden sind", sagte sie. Amanda gibt an, psychisch schwer belastet zu sein und Millionen an Einnahmen verloren zu haben.
Die Anwälte der drei Beklagten beantragen, die Klage abzuweisen. Sie argumentieren, dass es keinen verbindlichen Vertrag gegeben habe und die Schadensersatzforderung unbegründet sei. Laut Barrister Andrew MacLeod seien die geforderten Schäden "unspezifiziert, inkohärent und spekulativ". Er erklärte, dass FareShare sich bereit erklärt habe, Amanda umgerechnet bis zu 28.000 Euro für Ausgaben im Zusammenhang mit dem gescheiterten Projekt zu erstatten, allerdings sei nie eine detaillierte Rechnung eingereicht worden. Amanda hatte ihr Unternehmen House of Marici 2020 gegründet und bezeichnet es als die weltweit erste Handtaschenmarke, die luxuriöses Erbe-Handwerk mit nachhaltigen, pflanzenbasierten Lederalternativen kombiniert und dabei komplett plastikfrei ist. Der Richter behielt sich sein Urteil vor, das zu einem späteren Zeitpunkt verkündet wird.






