Vor den Skandalen: Marius Borg Høiby plante Reality-Karriere

Vor den Skandalen: Marius Borg Høiby plante Reality-Karriere

- Sarah Annowsky
Lesezeit: 2 min

Marius Borg Høiby (29), der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), steht derzeit in Norwegen vor Gericht und muss sich wegen 40 Anklagepunkten verantworten. Dem 29-Jährigen werden unter anderem Vergewaltigung, Drogenkonsum, Gewalt und Drohungen vorgeworfen. Doch nun kommen im Gerichtssaal laut TV2 auch pikante Details aus seiner Vergangenheit ans Licht, die ein ganz anderes Bild von ihm zeichnen: Jahrelang hatte Marius öffentlich über den Druck der Öffentlichkeit geklagt und betont, dass er nur als Privatmann leben wolle. Wie sich jetzt herausstellt, gab es jedoch konkrete Pläne für eine Reality-Show über sein Leben in Norwegen – ein Projekt, das seinem Wunsch nach Privatsphäre komplett widersprochen hätte.

Die geplante Fernsehshow sollte offenbar Einblicke in das Leben des Kronprinzensohns gewähren und hatte bereits ein fertiges Konzept. Ein Freund von Marius sollte dabei eine zentrale Rolle spielen und als eine Art Manager in der Sendung auftreten. Der Redakteur Jostein Olseng verriet gegenüber dem TV-Sender TV2: "Diese Idee wurde uns und mehreren anderen TV-Sendern vor einigen Jahren von einer externen Produktionsgesellschaft angeboten. Wir führten einige Gespräche, entschieden uns dann aber dagegen." Die konkreten Pläne für das TV-Projekt wurden während der laufenden Gerichtsverhandlung bekannt. Nach den schweren Vorwürfen, denen sich Marius nun stellen muss, liegen die Pläne für die Reality-Show allerdings auf Eis.

Im Verlauf der Gerichtsverhandlung geriet Marius zuletzt in den Fokus der Öffentlichkeit, als er mehrfach auffälligen Blickkontakt mit der Frau aus Frogner austauschte, die als Geschädigte auftritt. Richter Jon Sverdrup Efjestad schritt daraufhin laut VG energisch ein und mahnte: "Ich bin davon in Kenntnis gesetzt worden, dass es einen gewissen Augenkontakt zwischen dem Angeklagten und dem Opfer gegeben hat. Das will ich nicht." Er betonte weiter: "Ich sage nur, dass die Dinge etwas strenger gehandhabt werden müssen. Okay?" Beobachter berichteten, dass Marius und die Frau sich nicht nur ansahen, sondern sich im Gerichtssaal stumm Worte zuflüsterten, sich anlächelten und gelegentlich sogar gemeinsam lachten.

Marius Borg Høiby  bei einer Feier in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Marius Borg Høiby bei einer Feier in Trondheim, 23. Juni 2016
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby im Juni 2016
Getty Images
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby im Juni 2016
Zeichnung von Marius Borg Hoiby im Prozess im Osloer Bezirksgericht, erstellt von Ane Hem
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Zeichnung von Marius Borg Hoiby im Prozess im Osloer Bezirksgericht, erstellt von Ane Hem
Die Sender sagten die geplante Marius-Show ab – wie findet ihr das?