Internetführerschein? YouTube-Star Gronkh hasst Social Media
YouTube-Star Gronkh (48) hat im Netz ordentlich Dampf abgelassen: In einem aktuellen Livestream auf Twitch rechnet Erik Range, wie der Social-Media-Star mit bürgerlichem Namen heißt, mit der Welt ab, die ihn eigentlich berühmt gemacht hat. Vor Tausenden Zuschauern spricht der Streamer über einen Fall von hartnäckigem Cyber-Stalking und erklärt offen, dass er Social Media insgesamt für gefährlich hält. Besonders scharf kritisiert er die Mechanismen hinter Plattformen wie Facebook und Co., die aus seiner Sicht das Internet grundlegend verändert hätten. Seine klaren Worte und sein ungewöhnlicher Lösungsansatz sorgen seitdem für Gesprächsstoff.
Auslöser seines Rants war ein Video über Online-Terror, das Gronkh im Stream thematisierte. Dabei betonte der YouTube-Star: Social Media sei zwar die Grundlage seiner Karriere, habe das Netz aber zugleich kaputtgemacht. Facebook bezeichnete er als "Anfang vom Ende des Internets, wie wir es kannten". Vor allem die vermeintliche Anonymität sei ein Problem, weil viele sich unantastbar fühlten. "Leute fühlen sich im Internet teilweise unbesiegbar, unsterblich. Du kannst alles machen und es hat keine Konsequenzen, das Internet ist ein großer Spielplatz, ein rechtsfreier Raum, der dich einfach nur belustigen soll", sagte er im Stream. Ein allgemeines Verbot von Social Media für Jugendliche unter 16 Jahren hält er aber nicht für die richtige Antwort. Statt Teenager pauschal verantwortlich zu machen, sieht Gronkh die eigentliche Gefahr bei vielen erwachsenen Nutzern, die bewusst provozieren und fragwürdige Inhalte verbreiten, nur um Reichweite zu generieren. "Es wird gelogen, es wird betrogen, irgendetwas erfunden. Hauptsache, Leute reagieren emotional darauf. Leute verdienen damit Geld", fasste er zusammen.
Ganz ohne Humor will der Contentcreator das Thema aber nicht betrachten und wirft deshalb einen ungewöhnlichen Vorschlag in den Raum: einen "Internetführerschein" mit Punkten in Flensburg. Wer andere im Netz bedroht, mobbt oder ungefragt intime Fotos verschickt, solle dafür die Konsequenzen tragen. "Wenn du auf der Datenautobahn einfach andere Leute gefährdest, dann gibt’s einen Arschtritt", so Gronkh im Stream. Der Social-Media-Star spricht seit Jahren offen über die Problematik, die durch Anonymität im Netz entstehen kann, und die Belastung, die Hass und Shitstorms für Betroffene bedeuten können. Gleichzeitig ist der Streamer seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil der deutschen Online-Szene, teilt privat immer wieder Einblicke mit seiner Community und legt Wert auf einen respektvollen Umgang. Seine jüngsten Aussagen fügen sich in eine Reihe von Streams ein, in denen Gronkh mit seiner Community bereits ausführlich über Grenzen, Verantwortung und Respekt im Internet sprach.







