In dieser Ehe fühlte sich Liza Minnelli wie "eine Gefangene"

In dieser Ehe fühlte sich Liza Minnelli wie "eine Gefangene"

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min

Liza Minnelli (80) hat im März dieses Jahres zu ihrem 80. Geburtstag ihre pikanten Memoiren "Kids, Wait Till You Hear This!" veröffentlicht und gewährt darin überraschend offene Einblicke in ihre gescheiterten Ehen. Während die Schauspielerin über ihre ersten drei Ehemänner liebevolle und herzliche Worte findet, widmet sie ihrem vierten und letzten Mann David Gest ein ganzes Kapitel mit dem Titel "Die schlimmste Ehe aller Zeiten". Auf 16 Seiten schildert die Oscarpreisträgerin nun, wie sie sich von dem Produzenten manipuliert und finanziell ausgenutzt fühlte. Ihre Ehe mit David, die mit einer im Fernsehen übertragenen Traumhochzeit mit Michael Jackson (†50) und Elizabeth Taylor (†79) als Trauzeugen begann, entpuppte sich wohl als Albtraum.

"Ich war eindeutig nicht nüchtern, als ich diesen Clown geheiratet habe", schreibt Liza, die wohl eine Affäre mit Martin Scorsese (83) gehabt haben soll, schonungslos in ihrem Buch. Sie beschreibt, wie David alles kontrolliert habe, was sie aß, von morgens bis abends. Auch die Menschen, die sie sah, und diejenigen, mit denen sie telefonierte, seien von ihm kontrolliert worden. Er habe ihr "Honig ums Maul geschmiert", mit der Presse taktiert und sie "von vorne bis hinten verarscht". In dieser Ehe habe sie sich wie "eine Gefangene" gefühlt. Nur ein Jahr nach der Hochzeit folgte die Trennung und ein bitterer Rosenkrieg, in dem der Filmproduzent die Schauspielerin auf rund 8,6 Millionen Euro Schmerzensgeld verklagte, weil Liza ihn angeblich im Alkoholrausch körperlich misshandelt haben soll. Lizas bitteres Fazit am Ende des Kapitels: "Es heißt, man soll nur gut über Tote sprechen. David Gest ist tot. Gut!"

Mit 80 Jahren wirkt Liza heute mit sich im Reinen: reflektiert und gewohnt schwarzhumorig. Vier Ehen seien definitiv genug gewesen, schreibt sie, doch die Lust am Flirten habe sie nicht verloren. Vielleicht verliebe sie sich noch einmal in einen "eleganten älteren Herrn" oder in "einen Achtzehnjährigen, den ich zweimal die Woche sehe und nicht weiß, wie er heißt", scherzt sie. Dass Liza nun ihr Schweigen bricht und ihre eigene Geschichte erzählt, hat einen wichtigen Grund: "Wenn ich meine eigene Geschichte nicht erzähle, dann bleibt die Version der anderen in der Welt", erklärt sie. Die Tochter von Judy Garland (†47), die schon in jungen Jahren zur Pflegerin ihrer Mutter wurde, gibt sich in ihren Memoiren selbst das letzte Wort über ihr bewegtes Leben.

David Gest und Liza Minnelli im Juli 2002 in Hollywood
Getty Images
David Gest und Liza Minnelli im Juli 2002 in Hollywood
Liza Minnelli und Michael Jackson im März 1988
Getty Images
Liza Minnelli und Michael Jackson im März 1988
Liza Minnelli und ihre Mutter Judy Garland im Jahr 1965
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Liza Minnelli und ihre Mutter Judy Garland im Jahr 1965
Wie findet ihr Liza Minnellis schonungslose Abrechnung mit David Gest in ihren Memoiren?