Drogen und Affären: So pikant werden Liza Minnellis Memoiren
Liza Minnelli (79) hat ihre Lebensgeschichte verfasst. In ihren Memoiren packt sie schonungslos über ihre turbulente Vergangenheit aus. Die fast 80-jährige Schauspielerin und Sängerin hatte lange erklärt, niemals eine Autobiografie zu schreiben, doch die zahlreichen falschen Darstellungen über ihr Leben und das ihrer Mutter Judy Garland (†47) brachten sie zum Umdenken. In dem Buch "Kids, Wait Till You Hear This!", das am 10. März erscheint und gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Michael Feinstein entstand, enthüllt sie nun intime Details aus ihrem Leben. Besonders schockierend: Bereits mit 13 Jahren musste sie als Betreuerin ihrer tablettenabhängigen Mutter fungieren und ihr verschreibungspflichtige Medikamente besorgen. "Ich war Krankenschwester, Ärztin, Pharmazeutin und Psychiaterin in einer Person", schreibt sie laut dem Magazin People.
Auch über ihre gescheiterten Ehen hält sich die Entertainerin in ihrer Autobiografie nicht zurück. So beschreibt sie den Moment, als sie ihren ersten Ehemann, den australischen Sänger Peter Allen, im gemeinsamen Ehebett mit einem Mann beim Sex erwischte. "Ich kam früher als geplant von einer ausgedehnten Shoppingtour zurück, betrat unser Apartment und fand Peter beim leidenschaftlichen Sex – mit einem Mann. In unserem Bett!", erinnert sie sich. Peter habe sich unter Tränen entschuldigt und ihr offenbart: "Liza, ich liebe dich mehr als jeden anderen auf der Welt … und ich bin schwul." Die beiden blieben trotz der Trennung Freunde, bis er 1992 an den Folgen von AIDS starb. Ihre weiteren Ehen mit Jack Haley Jr., dem Sohn des Blechmanns aus "Der Zauberer von Oz", dem Bildhauer Mark Gero und schließlich mit David Gest, einem Freund von Michael Jackson (†50), waren ebenfalls von Dramen geprägt.
In ihren Memoiren rechnet Liza außerdem mit ihrem desaströsen Auftritt bei der Oscar-Verleihung 2022 ab, bei dem sie gemeinsam mit Lady Gaga (39) auf der Bühne stand. Sie sei "gegen ihren Willen" in einen Rollstuhl gezwungen worden, obwohl ursprünglich ein Regiestuhl vereinbart gewesen sei. "Mir wurde gesagt, es sei wegen meines Alters und aus Sicherheitsgründen, weil ich aus dem Regiestuhl rutschen könnte, was Bullshit war", schreibt sie. Als sie während der Präsentation über einige Worte stolperte, habe Gaga die Gelegenheit genutzt, um sich als "herzensgute Heldin" zu inszenieren, indem sie ihr zuflüsterte: "Ich hab dich." Liza beschreibt sich nach diesem Vorfall als "am Boden zerstört".
Die Schauspielerin, die für ihre Rolle in "Cabaret" einen Oscar gewann und als Kind ihren Vater Vincente Minnelli zu Filmsets und ihre Mutter auf Konzerttourneen begleitete, gibt in ihren Memoiren zudem preis, dass sie jahrzehntelang mit Suchtproblemen kämpfte und mehrfach in Entzugskliniken behandelt werden musste. Trotz aller Brüche, Süchte und gescheiterten Beziehungen zeichnet sich durch die Zeilen ein Bild von einer Frau, die ihr Privatleben nie von ihrer Bühne trennen konnte und die nun, Jahrzehnte später, ihre Geschichte in die eigenen Hände nimmt.











